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Dienstag, 02 Januar 2024 09:00

Norwegen/Schweden: Malmbanan noch bis Ende Januar gesperrt

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Fotos David Björnström/LKAB, Trafikverket.

Am Freitag, den 29. Dezember, gab die schwedische Verkehrsbehörde Trafikverket eine neue Prognose bekannt, wann der Verkehr auf der Erzbahn zwischen Kiruna und Narvik wieder freigegeben werden kann. Zuvor war eine vorläufige Prognose für den 9. Januar angekündigt worden, die nun bis Ende Januar verlängert wurde.

"Angesichts der Herausforderungen, vor denen wir immer noch stehen, scheint uns Ende Januar ein vernünftiger Zeitpunkt zu sein. Wir möchten jedoch klarstellen, dass auch diese Prognose als vorläufig zu betrachten ist und aktualisiert werden kann", so Simon Sunna, stellvertretender Leiter des Referats Eisenbahn Nord bei Trafikverket.

In der gleichen Pressemitteilung heißt es, dass die Arbeiten zum Austausch von Schwellen und anderen Instandsetzungsarbeiten an der Strecke bisher sehr gut verlaufen sind und bisher fast 6.000 Schwellen auf der Strecke zwischen Tornehamn und Vassijaure ausgetauscht wurden. Im Laufe der Woche werden jedoch sehr niedrige Temperaturen von bis zu -30 Grad erwartet, was zu Unsicherheiten bei den anstehenden Arbeiten führt, insbesondere im Hinblick auf das Arbeitsumfeld des Personals.

"Diejenigen, die an der Wiederherstellung arbeiten, haben sich bisher sehr angestrengt, aber wir werden niemals die Gesundheit von irgendjemandem riskieren", so Simon Sunna.

Große Auswirkungen für LKAB

Die Verfügbarkeit der Malmbanan und die Notwendigkeit von Maßnahmen wie der Doppelspur sind für die LKAB seit langem ein Anliegen, was in der Vergangenheit bereits mehrfach kommuniziert wurde. Die aktuelle Situation und die neue Prognose unterstreichen dies noch und LKAB sieht direkte Auswirkungen, die bis weit in das Jahr 2024 hineinreichen werden.

"Es ist sehr besorgniserregend und es wird große Auswirkungen für uns haben, wenn es so lange dauert. Wir sprechen von Einnahmeverlusten in Höhe von etwa 100 Mio. SEK pro Tag", sagt Linda Bjurholt, Logistikmanagerin bei LKAB.

Abgesehen von den rein wirtschaftlichen Auswirkungen des Stillstands wachsen auch die Lagerbestände an Pellets, Rohstoffen und Spezialprodukten in Kiruna und Svappavaara. Heute lagern bereits etwa 1 Million Tonnen Pellets im Freien, und es werden täglich neue hinzukommen.

Die Materialstapel werden immer größer

- Unser Geschäft steht nie still, egal ob es ein Wochenende oder ein Wochentag ist. Das Szenario, das wir heute sehen, ist, dass wir, wenn die Mine und das Werk weiterhin nach Plan laufen, bis Ende Januar etwa 2,6 Millionen Tonnen Pellets in Kiruna und Svappavaara gelagert haben werden", sagt Markus Björnfot, Planning Manager Logistics LKAB.

Die verlängerte Abschaltung bedeutet, dass LKAB in Svappavaara größere Mengen an Pellets lagern muss als in einer normalen Situation. Daher wird derzeit ein Dialog mit der Aufsichtsbehörde, der Bezirksverwaltung von Norrbotten, geführt, um sicherzustellen, dass die Situation korrekt gehandhabt wird.

"Wir hoffen natürlich, dass die Arbeiten an der Strecke früher abgeschlossen werden können, als es die aktuelle Prognose vorsieht. Gleichzeitig verstehen wir die Herausforderungen, die das Wetter und die Kälte mit sich bringen. Bislang haben alle Beteiligten sehr gute Arbeit geleistet, aber auch für uns zählt jeder Tag. Wir haben Trafikverket angeboten, sie mit Personal oder anderen Dingen zu unterstützen, wenn dies die Arbeiten beschleunigen kann", sagt Linda Bjurholt.

Marita Siebeneichner, WKZ, Quelle Trafikverket, LKAB, SVT

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