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Donnerstag, 03 Mai 2018 08:16

Niederlande: Vectron-Lokomotiven für schnellere IC Amsterdam - Berlin

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Die Lokomotiven der Serie 1700 sollen durch Vectron-Lokomotiven ersetzt werden. Foto NS.

Die niederländische Staatsbahn NS will neue, schnelle Lokomotiven vom Typ Vectron für die Intercity-Züge zwischen Amsterdam und Berlin einsetzen. Im Gegensatz zu den heutigen können diese die gesamte Strecke befahren und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erreichen. Der zeitraubende Lokwechsel an der Grenze kann dann entfallen. Die Planungen befinden sich allerdings erst im Anfangsstadium.

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Vergleich der Zugdaten zwischen Amstaerdam - Paris (3.18 h für 500 km mit 4 Halten) und Amsterdam - Berlin (6.22 h für 650 km mit 15 Halten).

Die IC nach Berlin werden gemeinsam von der Deutschen Bahn und der NS betrieben. NS wird die wirtschaftlichen, betrieblichen und technischen Voraussetzungen für den tatsächlichen Einsatz neuer Lokomotiven deshalb vorerst mit der DB diskutieren. Nach erfolgreichem Abschluss eines Ausschreibungsverfahrens könnten die Lokomotiven bis Ende 2019/ Anfang 2020 in Betrieb gehen. Obwohl die Fahrzeit nicht sofort verkürzt werden kann, ist dieser erste Schritt für die Beschleunigung der Strecke von großer Bedeutung.

Gedacht wird an den Einsatz energieeffizienter Siemens-Lokomotiven vom Typ Vectron. Diese haben eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h und sind bereits in Deutschland und Tschechien im Einsatz. Sie müssen die aktuellen Lokomotiven der NS-Serie 1700 aus den 90er Jahren ersetzen. Die Lokomotiven ziehen noch immer die deutschen EuroCity-Wagen, die zu gegebener Zeit ebenfalls zu ersetzen sind.

Roger van Boxtel, CEO von NS, sagte: "Obwohl der Passagier zunächst wenig davon merkt, ist die Bedeutung dieses ersten Schrittes nicht zu unterschätzen. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir Schritt für Schritt eine schnelle Zugverbindung in die deutsche Hauptstadt als nachhaltige, komfortable Alternative zum Flugverkehr schaffen."

"Was muss getan werden? Um die Fahrzeit von 6.22 h zu verkürzen, gibt es vier Dinge, die wir bereits jetzt machen können: den Wegfall des Lokomotivwechsels an der Grenze, die Reduzierung der Anzahl der Haltestellen (jetzt 15), die optimale Nutzung der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Berlin und schließlich eine höhere Priorität bei der Gestaltung des Fahrplans: Nationale und regionale Züge werden oft bevorzugt, getrieben von den Wünschen und Ambitionen von Teilen des Landes und der Städte. Das ist verständlich, aber es bedeutet, dass der IC nach Berlin oft auf nationale Züge warten muss."

WKZ, Quelle NS

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