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Donnerstag, 03 Mai 2018 11:11

Frankreich: Alstom erhält Auftrag über fast 200 Züge für den Grand Paris Express

Der Vertrag über die Planung und Lieferung von Rollmaterial für die Linien 15, 16 und 17 der automatischen Metro Grand Paris Express geht in die Endphase. Der Prüfungsausschuss der Société du Grand Paris und der Koordinierungsausschuss der Société du Grand Paris und der Île-de-France Mobilités haben eine positive Stellungnahme zur Wahl des Auftragnehmers abgegeben. So wurde im Rahmen des Verhandlungsverfahrens mit vorherigem Aufruf zum Wettbewerb der Bahnhersteller Alstom ausgewählt.

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Grafik Société du Grand Paris.

Ebenfalls ein Angebot abgegeben hatte französischen Medien zufolge der spanische Hersteller CAF, während die großen Anbieter Bombardier und Siemens  keine Angebote abgegeben haben. Der von Île-de-France Mobilités nicht erwähnte Preis soll sich in der Größenordnung von 1 Mrd. Euro bewegen.

Dieser Vertrag befindet sich derzeit in der Entwicklung und soll mit dem Inhaber im nächsten Sommer unterzeichnet werden. Er umfasst die Planung, Konzeption, Herstellung und Inbetriebnahme der für den Betrieb der Linien 15 und 16 und 17 notwendigen Züge, die im Automatikbetrieb ohne Fahrer betrieben werden. Der Bedarf umfasst ca. 1000 Wagen mit einer Breite von 2,8 m für bis zu 133 Züge aus je 6 Wagen (Länge ca. 108 m) für die Linie 15 und bis zu 50 Zügen bestehend aus je 3 Wagen (ca. 54 m) für die Linien 16 und 17.

Gemäß dem Gesetz vom 3. Juni 2010 erwirbt die Société du Grand Paris das für den Betrieb der Infrastruktur des Grand Paris Express vorgesehene Rollmaterial. Der Verkehrsverbund Île-de-France Mobilités übernimmt zu 100% die Kosten. Die Fahrzeuge werden den Betreibern der künftigen Linien 15, 16 und 17 zur Verfügung gestellt, die über Ausschreibungen von Île-de-France Mobilités vergeben werden.

Die neuen U-Bahnlinien werden es ermöglichen, die Mobilität der Einwohner der Ile-de-France erheblich zu verbessern, da Verkehrsverbindungen in den Außenbezirken ermöglicht und Verbindungen zu bestehenden Linien und laufenden Projekten geschaffen werden, wodurch das Netz der Ile-de-France zum dichtesten öffentlichen Verkehrsnetz der Welt wird.

Die Beschaffung erlaubt auch die Anschaffung von Infrastruktur-Inspektionszügen, die aus 3 Wagen bestehen und mit den benötigten Instrumenten ausgestattet sind. Nach der Genehmigung werden diese Fahrzeuge dem Infrastrukturbetreiber anvertraut, der sie unter den im Verkehrsgesetzbuch festgelegten Bedingungen verwaltet.

Die Züge verkehren mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 60 km/h und werden mit 1500 V über Oberleitung betrieben. Die Zusammensetzung der Züge umfasst zwei motorisierte von drei Wagen, so dass sich eine hohe Traktionsleistung bei gleichzeitig bemerkenswerter Kraftstoffeffizienz bietet. Die Zugkapazitäten liegen in der Größenordnung von 500 bzw. 1000 Fahrgästen in Zügen mit 3 bzw. 6 Wagen. Jeder Wagen ist mit 3 Zugangstüren auf jeder Seite ausgestattet, um den Fahrgastwechsel in Bahnhöfen zu erleichtern. Die Züge sind für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Die breiten Durchläufe zwischen den einzelnen Wagen ermöglichen eine Durchgängigkeit des Fahrgastraumes von einem Ende des Zuges zum anderen.

WKZ, Quelle Île-de-France Mobilités

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Letzte Änderung am Donnerstag, 03 Mai 2018 11:32

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