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Freitag, 04 Mai 2018 11:41

Frankreich: Konkretisierung der Wiederbelebung des Güterverkehrs

Der französische Premierminister Edouard Philippe kündigte am 16. April im Rahmen der Fortführung der Bahnreform das Projekt zur Wiederherstellung des Schienengüterverkehrs an, dessen Eckpunkte am Donnerstag, dem 3. Mai, von der Verkehrsministerin Elisabeth Borne bei einem Treffen mit den Akteuren des Sektors konkretisiert wurden. Die Gewerkschaften fehlten deshalb bei dem Treffen mit Frau Borne.

Tatsächlich ist der Schienengüterverkehr seit Jahren im Vergleich zum Straßenverkehr rückläufig. Sein Anteil am gesamten Güterverkehr (9,9 % im Jahr 2016) hat sich seit 1990 halbiert. Eine Situation, die das Verkehrsministerium mit "einer Reihe externer Faktoren" (fehlende Industriedichte, geringere Wettbewerbsfähigkeit der Häfen, Wirtschaftskrise 2008), aber auch mit dem "Rückgang der Straßenverkehrskosten in diesem Zeitraum" erklärt.

Der neue Eisenbahnpakt, der derzeit im Parlament diskutiert wird, soll dem Güterverkehr neue Perspektiven eröffnen, sei es durch Investitionen in das Netz oder durch den Wunsch, die SNCF effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen.

Die Regierung möchte die Wiederbelebung des Güterverkehrs über vier Punkte erreichen:

1) Upgrade auf eine zuverlässige und leistungsfähige Infrastruktur
2) Den Zugang zum Güterverkehrsnetz wettbewerbsfähiger machen
3) Stärkung der Multimodalität durch den kombinierten Verkehr
4) Innovation und digitale Technologie in den Dienst des Güterverkehrs stellen

Die jährliche Erhöhung der Trassengebühren um 6,9 %, die im Leistungsvertrag 2017-2026 zwischen dem Staat und der SNCF Réseau während der letzten fünf Jahre vorgesehen war, soll überprüft werden, um diese "nachhaltiger gestalten". Zweitens beabsichtigt Frau Borne, den kombinierten Verkehr Straße-Schiene zu stärken, indem die Kosten für den Umschlag von Gütern von einem Verkehrsträger auf den anderen verringert werden. "Der Grundsatz der öffentlichen Förderung des kombinierten Verkehrs wird beibehalten", versichert das Verkehrsministerium, ohne nähere Angaben zu machen. "Wenn wir zu diesen Elementen die Förderung der digitalen Innovation und die Bekämpfung des Sozialdumpings auf europäischer Ebene hinzufügen, wird die Struktur des künftigen Frachtplans skizziert."

WKZ, Quelle Regierung, Le Monde

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Letzte Änderung am Freitag, 04 Mai 2018 11:50

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