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Freitag, 04 Mai 2018 11:49

Frankreich: Streiks bringen SNCF Fret an den Rand eines Zusammenbruchs

Große Schäden für den Güterverkehr richten die Streiks der Gewerkschaften derzeit an. Nach Informationen der Zeitung Le Monde fährt im Durchschnitt nur ein Drittel der Güterzüge an Streiktagen. Die Streiks bringen Fret SNCF deshalb "an den Rand des Zusammenbruchs". Die Regierung hat deshalb die Präfekten in Alarmbereitschaft versetzt, um die am stärksten betroffenen Sektoren (Stahl, Nahrungsmittel und Materialien) zu unterstützen. Die SNCF Réseau wird in enger Zusammenarbeit mit dem Staat aufgefordert, eine zentrale Anlaufstelle ("guichet unique") einzurichten, die rund um die Uhr auf Anfragen von Industriellen und Spediteuren reagiert, sowie eine Alarmschaltung zur Erkennung von Notsituationen einzurichten (etwa fünfzehn konkrete Fälle wurden gemeldet).

Um die Auswirkungen des Streiks zu begrenzen, beschloss die Regierung, das nationale Verbot für schwere Lastkraftwagen am nächsten Streiktag für den 8. Mai aufzuheben und die Präfekten der Zone gebeten, die örtlichen Gegebenheiten für den 10. Mai (Himmelfahrt) zu prüfen. Im Allgemeinen sind die Zonenpräfekten befugt, angemessene Maßnahmen zur Erleichterung des Schwerlastverkehrs zu ergreifen. Flexibilität in Bezug auf Speicherbeschränkungen wird auch von den staatlichen Stellen gewährt. Die Präfekten wurden angewiesen, "angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um den Schwerlastverkehr zu erleichtern".

Um den Schienengüterverkehr flüssiger zu gestalten, sind die Unternehmen insbesondere aufgefordert, ihre Warenströme außerhalb der Streikzeiten zu optimieren und gemeinsam mit ihren Betreibern und SNCF Réseau den Aufbau ihrer Transportpläne innerhalb eines Tages vorwegzunehmen. Darüber hinaus können sich Unternehmen, die den Straßengüterverkehr als Ersatz nutzen, an Präfekten wenden, um zusätzlich zu den nationalen Ausnahmen gegebenenfalls individuelle oder örtliche Ausnahmeregelungen zu beantragen, sofern die Priorität weiterhin auf der Aufrechterhaltung des höchstmöglichen Niveaus des Schienengüterverkehrs liegt.

WKZ, Quelle Regierung, Le Monde

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