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Die NS hat ihre Pläne für den neuen Fahrplan 2025 veröffentlicht, der am 15. Dezember 2024 in Kraft tritt. Es wird sich einiges ändern. Unter anderem sind langwierige Renovierungsarbeiten bei Amsterdam CS mit eingeschränkter Gleisnutzung einer der Gründe für die umfangreichen Änderungen. Auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der HSL und des Tempos der Auslieferung der neuen ICNG spielen eine Rolle.
Die NS plant für das Jahr 2025 umfangreiche Verbesserungen an ihrem Fahrplan und macht damit einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Es ist die größte Änderung seit Jahren, so dass sich für viele Reisende etwas ändern wird. Dies geht aus der Aufforderung zur Stellungnahme Fahrplan 2025 an die regionalen Behörden und die im LOCOV zusammengeschlossenen Fahrgastverbände hervor.
Der neue Fahrplan gilt ab dem 15. Dezember und ist der erste von zwei Schritten eines großen Strukturwandels, den die NS durchführen will, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Der zweite Schritt wird folgen, wenn die Hochgeschwindigkeitsstrecke (HSL) weiter in das nationale Schienennetz eingebettet wird und die neuen, schnellen ICNG in weitere Teile des Landes fahren werden.
Im Fahrplan 2025 wird die NS das Reisen für viele Bahnreisende attraktiver machen. Wir werden die verschiedenen Regionen der Niederlande besser und häufiger verbinden, sowohl tagsüber als auch zu früheren und späteren Zeiten. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass Amsterdam und Schiphol trotz jahrelanger Bauarbeiten am Amsterdamer Hauptbahnhof gut erreichbar bleiben. Der Intercity direct fährt künftig nicht mehr bis Amsterdam Centraal, sondern bis Amsterdam Zuid und dann weiter nach Lelystad oder Amersfoort. Im Fahrplan 2025 wird es 1.600 Züge mehr pro Woche geben als im aktuellen Fahrplan.
Wouter Koolmees, NS-Vorstandsvorsitzender: "Die Fahrgäste werden derzeit durch weniger verfügbares Material und Personal, Geschwindigkeitsbeschränkungen und notwendige Arbeiten beeinträchtigt. Auch wenn der neue Fahrplan nicht alle Probleme auf der Strecke beheben kann, so konnten wir doch eine Vielzahl von Verbesserungen erreichen. So fahren beispielsweise neue und schnellere Intercity-Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Rotterdam nach Lelystad und Amersfoort. Zwischen Rotterdam und Den Haag fahren wir sechs Sprinter pro Stunde und wir fahren mehr Züge am frühen Morgen und am späten Abend. Schritt für Schritt machen wir den Zug für immer mehr Reisende zu einem attraktiven Verkehrsmittel".
Hochgeschwindigkeitsstrecke
Die Intercity-Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Breda, Rotterdam und dem Flughafen Schiphol werden im neuen Fahrplan bis Amsterdam Zuid und nicht mehr bis Amsterdam Centraal fahren. Die NS möchte, dass diese Züge in Zukunft bis Groningen oder Leeuwarden weiterfahren, aber aufgrund der Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der HSL und des Tempos der Auslieferung der neuen ICNG ist dies im Jahr 2025 noch nicht möglich. Daher werden sie im nächsten Jahr in Richtung Almere und Lelystad oder Hilversum und Amersfoort weiterfahren. Infolge dieser Anpassung werden alle Intercity-Züge von Enschede weiter nach Utrecht Centraal und Den Haag Centraal fahren. Dies bedeutet, dass Reisende aus den östlichen Niederlanden nach Schiphol im Bahnhof Amersfoort umsteigen. Die Bahnhöfe zwischen Amsterdam Zuid und Lelystad erhalten einmal pro Stunde Direktverbindungen nach Antwerpen und Brüssel.
Airport Sprinter
In den nächsten Jahren werden in und um den Amsterdamer Hauptbahnhof intensive Arbeiten durchgeführt, um den Bahnhof auf die Zukunft vorzubereiten. Während dieser Arbeiten werden weniger Bahnsteiggleise ständig zur Verfügung stehen. Deshalb führt die NS den Airport Sprinter ein. Dabei handelt es sich um eine Verbindung, die alle 7,5 Minuten zwischen Hoofddorp, Schiphol Airport und Amsterdam Centraal verkehrt. Der Zug verkehrt an sieben Tagen in der Woche und an den meisten Tagen des Tages.
TienminutenSprinter nach Den Haag
Zwischen Den Haag Centraal, Roterdam Centraal und Dordrecht führt die NS den TienminutenSprinter (Zehn-Minuten-Sprinter) ein. In den kommenden Jahren wird in der Nähe der Bahnlinie viel gebaut. Mit dem TienminutenSprinter kann die NS die wachsende Zahl von Fahrgästen bedienen. Mehr Züge bedeuten außerdem weniger lange Wartezeiten und eine bessere Chance auf einen Sitzplatz.
Schnellere und häufigere Fahrten nach Brüssel
Die NS und die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS werden die Zahl der Züge zwischen den Niederlanden und Brussel von 16 auf 32 pro Tag verdoppeln. Außerdem wird eine neue, schnelle Verbindung eingerichtet, die die Fahrzeit um 45 Minuten verkürzt.

Wichtige Verbesserungen
Einige weitere wichtige Ergänzungen und Verbesserungen, die NS im Fahrplan 2025 umsetzen will:
• Wir wollen, dass die Zehn-Minuten-Züge Rotterdam - Schiphol und Schiphol - Arnheim von Montag bis Donnerstag ganztägig verkehren. Dies wird die Erreichbarkeit des Bahnhofs Amsterdam Bijlmer Arena deutlich verbessern. In der Johan Cruijff Arena und dem Ziggo Dome finden u.a. große Arbeitgeber und viele Veranstaltungen statt.
• Wir wollen mehr Züge zu den Hauptverkehrszeiten, abends und am Wochenende. So werden beispielsweise die 15-Minuten-Züge zwischen Amsterdam Centraal, Weesp und Almere, zwischen Alkmaar und Amsterdam Centraal und zwischen Utrecht und Woerden wieder eingeführt. Außerdem fährt die NS auf zahlreichen Strecken an manchen Tagen den ersten Zug früher, oder Sie können den letzten Zug später nehmen. Zum Beispiel von Groningen in die Randstad (ab 5.19 Uhr), ein extra später Intercity von Enschede nach Amersfoort (23.16 Uhr), von Arnheim nach Amsterdam (5.31 Uhr), Den Haag-Eindhoven (23.49 Uhr) und von Almere nach Utrecht (00.51 Uhr).
• In der Nacht von Freitag auf Samstag soll bis 1.30 Uhr alle 15 Minuten ein Intercity zwischen Amsterdam, Haarlem, Leiden und Den Haag verkehren. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung für Reisende in diesem Teil der Randstad in den Abendstunden.
• Montags bis donnerstags sind drei schnelle Züge zwischen Harderwijk, Nijkerk und Amersfoort in der Hauptverkehrszeit geplant.
• Wir wollen, dass der Intercity zwischen Haarlem und Alkmaar zurückkehrt. Die NS will montags bis donnerstags zwei Fahrten pro Richtung in der Hauptverkehrszeit durchführen.
• Zwischen Utrecht und Woerden wollen wir montags bis freitags tagsüber wieder vier Sprinter pro Stunde. Damit werden die Bahnhöfe Utrecht Leidsche Rijn, Utrecht Terwijde und Vleuten tagsüber wieder viermal pro Stunde angefahren.
• Freitags sollen die Intercity-Züge zwischen Utrecht und Den Haag sowie zwischen Utrecht und Rotterdam ab der morgendlichen Hauptverkehrszeit wieder im 15-Minuten-Takt fahren statt wie bisher ab Mittag.
• Zwischen Alkmaar und Amsterdam Centraal wollen wir, dass die Intercity-Züge freitags ab der morgendlichen Hauptverkehrszeit statt ab Mittag wieder im Viertelstundentakt verkehren.
• Zwischen Utrecht Centraal und Leiden Centraal sollen mehr Züge in der Hauptverkehrszeit verkehren.
• Wir wollen den Sprinter Utrecht - Hilversum - Hoofddorp wieder freitags, samstags und sonntags fahren lassen. Damit wird NS den 15-Minuten-Takt in Het Gooi an diesen Tagen wieder einführen.
• Wir wollen den 15-Minuten-Takt des Sprinters zwischen Leiden Centraal und dem Flughafen Schiphol freitags wiederherstellen.
• Wir wollen den 15-Minuten-Takt zwischen Eindhoven und Utrecht von 21:00 Uhr auf 23:00 Uhr ausweiten. Dadurch wird Venlo auch in den Abendstunden besser an die Randstad angebunden.
• Zwischen Zwolle und Groningen und zwischen Zwolle und Leeuwarden wollen wir zusätzliche Fahrten einrichten.
Änderungen in den Provinzen
Herausforderungen
Trotz der vielen Ambitionen gibt es auch Herausforderungen. So ist der Hochgeschwindigkeitsverkehr nach wie vor anfällig, vor allem angesichts zahlreicher neuer Geschwindigkeitsbeschränkungen und längerer ICNG-Lieferzeiten. Da mehr durchgehende Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke verkehren, kann diese Anfälligkeit auch zu Unannehmlichkeiten in anderen Teilen der Niederlande führen. Die Alternative, die Nutzung der Hochgeschwindigkeitsstrecke einzuschränken, wirft größere Probleme auf, da die NS dann nicht in der Lage wäre, die derzeitige Anzahl von Zügen aufrechtzuerhalten oder sogar weniger Züge um Amsterdam herum fahren müsste. Eine weitere Herausforderung sind die zahlreichen Arbeiten, die ProRail im nächsten Jahr an den Gleisen durchführt. Auch die Knappheit auf dem Arbeitsmarkt bleibt eine Herausforderung. Wir stellen daher ständig neue Mitarbeiter ein, insbesondere Mechaniker.
Endgültiger Fahrplan
Jedes Jahr bittet die NS die Fahrgastverbände und die regionalen Behörden zu Beginn des Jahres um ihre Meinung zum Fahrplan, der im Dezember in Kraft treten wird. Die NS nutzt diese Hinweise, um die Pläne so weit wie möglich zu verbessern. Danach prüft der Bahnmanager ProRail, ob die Wünsche der NS auf die Schiene passen, wobei auch die Wünsche der anderen Personen- und Güterverkehrsunternehmen berücksichtigt werden. Der endgültige Fahrplan wird dann im Herbst bekannt gegeben.
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