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Mittwoch, 09 Mai 2018 07:00

Portugal/Spanien: Arriva will Open-Access-Dienste A Coruña - Porto fahren

Die Deutsche Bahn hat über ihre Tochtergesellschaft Arriva beantragt, Personenverkehr in Spanien, bisher das Monopol von Renfe, mit dem Betrieb einer internationalen Strecke zwischen A Coruña (Galizien) und Porto (Portugal) ab Mitte nächsten Jahres zu betreiben, so das Unternehmen. Arriva wird die Tatsache nutzen, dass private Betreiber bereits internationale Verbindungen unter dem Begriff Kabotage anbieten können, um eine erste solche Linie dieser Art in Betrieb zu nehmen, die in Spanien hält.

Damit bezieht die deutsche Staatsbahn Stellung im Hinblick auf die für Ende 2020 geplante vollständige Öffnung des Schienenpersonenverkehrs in der gesamten EU. Konkret will die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn einen Dienst zwischen den Städten A Coruña und Porto anbieten, wie in ihrem obligatorischen Genehmigungsantrag an die Nationale Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) gefordert.

Dieser Arriva-Dienst wird an den Bahnhöfen A Coruña, Santiago de Compostela, Pontevedra und Vigo Guixar auf spanischem Gebiet halten. In Portugal werden die Bahnhöfe Valença do Minho, Nine und Porto Campanhã bedient

Das Unternehmen wird den 342 km langen Dienst mit vier täglichen Fahrten in beide Richtungen in einer Fahrzeit von 2 Stunden und 46 Minuten anbieten. Arriva ist der Ansicht, dass Galicien und Nordportugal über eine "große sozioökonomische Dynamik" und "große Mobilitätsbeziehungen" verfügen, was einer internationalen Verbindung förderlich sein kann.

Die Tochtergesellschaft des deutschen Betreibers ist auch im Busverkehr in diesen beiden Märkten stark vertreten und kann daher intermodale Dienste anbieten. Das Unternehmen hat noch nicht festgelegt, welche Züge es für diesen Dienst einsetzen wird, da es noch verschiedene technische Fragen zu klären gibt. In diesem Sinne schätzt Arriva, dass, wenn der gesamte Prozess wie geplant abläuft, der Start des Dienstes "Mitte 2019" erfolgen würde, so Europa Press und die Quellen des Unternehmens.

WKZ, Quelle El Pais

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