Polen: Wie sieht der polnische Personenverkehr im europäischen Vergleich aus?
Besser als in Skandinavien, schlechter als in Deutschland. So lautet das Ergebnis eines Vergleichs der Eisenbahnsituation in Polen und ausgewählten europäischen Ländern in der ersten Hälfte des Jahres 2023.
Das Amt für Eisenbahnverkehr (Urząd Transportu Kolejowego, UTK) hat die gesammelten Daten mit denen von Eurostat (dem Europäischen Statistikamt) abgeglichen. Ein Vergleich der Ergebnisse der polnischen Bahnnutzung im Personenverkehr mit 25 Ländern ergab den sechsten Platz in der Liste. In Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und der Schweiz reisten in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres die meisten Menschen mit der Bahn.
In Deutschland entschieden sich in der ersten Hälfte des Jahres 2023 fast 1,3 Milliarden Menschen für die Bahn. Zu dieser hohen Zahl hat sicherlich auch das Angebot beigetragen, das unsere Nachbarn ab Mai 2023 eingeführt haben. Das "Deutschland-Ticket", ein Aktionsticket, kostet im Monatsabo 49 Euro. Es berechtigt zur Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb des Landes. Diese Regelung ist die Fortsetzung eines früheren Angebots, des 9-Euro-Tickets, das in bestimmten Monaten zu unbegrenzten Fahrten in S-Bahnen, S-Bahnen und Regionalbahnen berechtigte. Diese Aktion wurde unter schwierigen Marktbedingungen, angesichts steigender Kraftstoffpreise und hoher Inflation eingeführt - sie sollte möglichst viele Menschen zur Nutzung der Bahndienste bewegen.
Nur wenige Länder konnten jedoch das Niveau der Bahnnutzung vor der Coronavirus-Pandemie wieder erreichen. In den meisten Ländern war die Veränderungsrate der Zahl der Bahnreisenden im Jahr 2022 im Vergleich zu 2019 negativ. Liechtenstein lag im positiven Bereich, ebenso wie Dänemark, Bulgarien, Slowenien, Polen und Rumänien.
Wie meistert Europa die Zeit nach der Pandemie und den Wettbewerb mit dem Autoverkehr? Das können Sie unter anderem in der UTK-Studie "Bahnreisende in Polen im europäischen Vergleich" nachlesen.
WKZ, Quelle UTK




