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Donnerstag, 29 Februar 2024 10:00

Polen: Die Regierung lässt den zentralen Verkehrsknotenpunkt CPK überprüfen

Die neue Regierung von Donald Tusk lässt derzeit die Zukunft und die Rechtmäßigkeit der Investitionen für den zentralen Verkehrsknotenpunkt (Centralny Port Komunikacyjny, CPK) in mehreren Audits überprüfen. Die Ausschreibung für das erste von 8 Audits des CPK-Projekts zur Überprüfung und Bewertung der Zeitpläne für die Flughafen- und Eisenbahnteile (für die so genannten "Y"-Eisenbahnstrecken) wurde vergeben. Den Zuschlag erhielt ein Konsortium aus HMJ, Projekt Plus und TECH-TOR.

Inzwischen droht das Projekt zu einem weiteren Schauplatz polnisch-polnischer Auseinandersetzungen zu werden. In polnischen Medien ist eine Welle von Kommentaren erschienen, die die Auswahl scharf kritisieren. Ihnen zufolge entsprechen die Angebote der für das Audit zuständigen Firmen nicht dem Umfang der Investition, die CPK darstellt. Gegner und befürworter des Projekts sprechen sich gegenseitig die Kompetenz ab.

"Die ausgewählten Unternehmen haben nicht die Kompetenz, die Erfahrung und vor allem nicht den Ruf, um ein Projekt dieser Größenordnung zu begutachten", urteilte Maciej Wilk vom Verein "Tak dla CPK" (Ja zu CPK). Er erinnerte auch an die Worte von Tusk, der "in seinem Exposé ankündigte, dass die Entscheidung über die Zukunft der CPK von 'hervorragenden und unparteiischen Experten' getroffen werden würde". Seiner Meinung nach bestätigen "die Ergebnisse der ersten Ausschreibung zur Prüfung des Projekts "definitiv" nicht die Zusicherungen des Premierministers.

CPK liess in einer Pressemeldung verlauten, "die Ergebnisse der Audits werden die Zukunft der verschiedenen Komponenten des CPK-Programms, ihre Zielumfänge und Zeitpläne bestimmen."

Dokumente, Verträge, Berichte und Gutachten werden direkt im Büro des Unternehmens und im Büro des Regierungsbevollmächtigten für CPK, Maciej Lasek, geprüft. Außerdem laufen Ausschreibungsverfahren für die Auswahl externer Prüfer, z.B. für Flughafen- und Bahninvestitionen, Finanzen, den Personalbereich, Marketing, das sozioökonomische Programm und die Überprüfung der von der früheren Geschäftsführung angenommenen Arbeitspläne. Die ersten Ergebnisse der Zwischenberichte dürften bis Ende März dieses Jahres bekannt sein, weitere werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen.

Dr. Filip Czernicki, amtierender Präsident von CPK: "Wir sind uns bewusst, dass die öffentliche Debatte um die CPK derzeit viele Emotionen hervorruft. Wir sind der Überzeugung, dass sowohl Befürworter als auch Kritiker des CPK-Programms Zugang zu verlässlichen und geprüften Daten haben sollten. Gleichzeitig möchten wir Sie darauf hinweisen, dass während der Audits die Kommunikation seitens der Firma CPK eingeschränkt ist und sein wird."

WKZ, Quelle CPK, Polityce

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