Der dänische Staatsbahnbetreiber DSB wurde Opfer eines beispiellosen DDoS-Cyberangriffs, wie das Unternehmen am Montag bestätigte. Der Anschlag verursachte eine Panne, die die Fahrgäste im ganzen Land daran hinderte, am Sonntag Fahrkarten zu kaufen. Das Problem ist seit Montagmorgen behoben, bestätigte DSB gegenüber der Dänemark-Ausgabe von The Local.
Der Ticketkauf über die App, die Ticketautomaten, die Website und in den Filialen war am Sonntag außer Betrieb. Fahrgäste mit Rejsekort-Fahrkarten konnten das System nutzen, während andere Fahrkarten bei den Fahrkartenkontrolleuren an Bord der Züge gekauft werden mussten.
"Unsere Techniker und IT-Firmen haben das in der Nacht genau analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass dies ein Angriff von außen ist, bei dem jemand versucht hat, unser System zu Fall zu bringen", sagte DSB-Vize-Direktorin Aske Wieth-Knudsen. Auch die internen Post- und Telefonsysteme der DSB-Mitarbeiter waren von dem Cyberangriff betroffen, so dass das Unternehmen nur über Social Media kommunizieren konnte.
Der Vorfall trat auf, als der dänische Polizeisicherheitsdienst PET am Montag eine Einschätzung der IT-Bedrohungen gegen Dänemark veröffentlichen wollte.
WKZ, Quelle The Local