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Mittwoch, 16 Mai 2018 07:10

Großbritannien: East Coast Franchise kurz vor der Absage

Der britische Verkehrsminister Chris Grayling wird einer Meldung der Financial Times zufolge voraussichtlich "innerhalb weniger Tage" die Entscheidung treffen, das bestehende Eisenbahn-Franchise East Coast von Stagecoach und Virgin Trains zu beenden und eine "gemeinnützige" Vereinbarung für den Verkehr von London nach Edinburgh einzuführen.

Der Verkehrsminister soll sich darauf vorbereiten, entweder die Strecke London - Edinburgh zu renationalisieren oder vor Ende der Woche mit Stagecoach und Virgin Trains eine "Non-Profit"-Vereinbarung auszuhandeln. Angesichts seiner Abneigung gegen die Renationalisierungspolitik der Labour-Partei dürfte er sich kurzfristig eher für die temporäre "Non-Profit-Option" entscheiden.

Das East Coast Mainline Franchise wird von einem 90:10-Joint Venture von Stagecoach und Virgin betrieben. Es wurde im Jahr 2015 unterzeichnet, aber die Passagierzahlen - und damit die Einnahmen - liegen unter den Erwartungen. Nach 2020 will die Regierung ein neuartiges Public-Private-Partnership-Modell auf den Weg bringen.

Virgin Trains East Coast sagte, man habe alle vertraglichen Verpflichtungen "erfüllt oder übertroffen". Das DfT lehnte eine Stellungnahme ab. Mick Whelan, Generalsekretär der Lokführergewerkschaft Aslef, sagte, dies sei das dritte Mal in 10 Jahren, dass eine "Privatfirma die Ostküste versaut hat." "Das zeigt, was wir die ganze Zeit gesagt haben - dass die britische Eisenbahn erfolgreich als öffentlicher Dienst betrieben werde sollte, nicht für den privaten Profit."

WKZ, Quelle Guardian

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