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Mittwoch, 16 Mai 2018 14:42

Großbritannien: Verkehrsminister kündigt Renationalisierung vom East Coast Franchise an

Verkehrsminister Chris Grayling gab heute Mittag vor dem Parlament eine Erklärung zu der Nachricht ab, dass der Schienenverkehr auf der East Coast Main Line wieder unter staatliche Kontrolle gebracht werde, nachdem sich die privaten Betreiber nicht mehr in der Lage sahen, eine der verkehrsreichsten Eisenbahnlinien Großbritanniens betreiben zu können. Stagecoach, die das Franchise mit Virgin Trains betreibt, wurde laut Grayling darauf hingewiesen, dass ein "Operator of last resort" für den Dienst von London nach Edinburgh ernannt wird.

"Ich werde den Vertrag Virgin Trains East Coast am 24. Juni 2018 kündigen", sagte Grayling und fügte hinzu, dass das Franchise als "London und North Eastern Railway" wieder eingeführt werde. Er sagt, dass diese Entscheidung es erlauben werde, früher mit den langfristigen Pläne für ein "East Coast partnership" voranzukommen. Der neue Dienst wird einen neuen Vorstand mit unabhängigen Mitgliedern erhalten, der den Prozess überwacht. Aber Grayling vermied es, den Begriff "Renationalisierung" vor dem Parlament zu benutzen.

Im November 2009 hatte schon einmal eine staatliche Bahngesellschaft "East Coast Main Line Company Ltd" unter dem Dach des DfT den Betrieb von "National Express East Coast" (NXEC) übernommen, nachdem sich National Express aus dem damaligen East Coast Franchise zurückgezogen hatte. Diese führte bis zur Neuvergabe des East Coast Franchise an "Virgin Trains East Coast" (VTEC; Joint Venture mit Stagecoach) am 1. März 2015.

WKZ, GK, RL, Quelle BBC, The Guardian, The Telegraph

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