
Die Eisenbahn-Hauptschlagader im Elsass (Frankreich) ist die 142 km lange Bahnstrecke von Strasbourg (Straßburg) über Sélestat (Schlettstadt), Colmar und Mulhouse (Mühlhausen) nach Bâle SNCF (Basel SNCF). Die Strecke wurde in verschiedenen Teilstücken zwischen 1840 bis 1846 als zweigleisige Hauptbahn eröffnet und ist heute für eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km ausgelegt.
Nur auf dem südlichen Abschnitt zwischen Mulhouse und Basel können die Züge mit max. 200 km/h fahren. Seit 1957 ist die Strecke durchgehend mit dem französischen Bahnstromsystem 25 kV 50 Hz Wechselstrom elektrifiziert. Im Elsass wird, anders als im restlichen SNCF-Netz, nach deutschem Ursprung planmäßig auf dem rechten Gleis gefahren.
Es verkehren auf dieser Linie in dichter und meist pünktlicher Zugfolge fast alle Zuggattungen der französischen Staatsbahn (SNCF). Mit 220 km/h verschiedene TGV-Verbindungen z. B. von Paris über Strasbourg nach Mulhouse, Zürich und Freiburg i. Br., von Luxemburg nach Montpellier Saint-Roch; stündliche Transport express régional (TER) Züge „TER Alsace“ bzw. jetzt neu „TER Fluo Grand Est“ mit bis zu 200 km/h, die während der Hauptverkehrszeiten auf einen Halbstundentakt verdichtet werden, sowie nationale und internationale Güterzüge von Fret SNCF, DB Cargo und Lineas.
Bei der Havarie in der Baustelle des Eisenbahntunnels Rastatt im August 2017 wurde deutlich, dass sich die französische Bahnstrecke von Strasbourg nach Basel als Alternativroute geeignete hätte. Von Seiten der DB und SNCF hat man aber seit vielen Jahren versäumt, einen zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke nördlich von Strasbourg über Lauterbourg nach Wörth am Rhein vorzunehmen, um dort die Elektrifizierungslücke zwischen Frankreich und Deutschland zu schließen.
Zukünftig kommt noch mehr Verkehr auf die Bahnstrecke Strasbourg – Basel, wenn die LGV Rhin-Rhône vollständig in Betrieb, die Linie Freiburg – Colmar ab 2036 wieder durchgehend befahrbar und der internationale Flughafen EuroAirport Basel Mulhouse Freiburg an die Strecke angebunden sein werden. In diesem Zusammenhang wird auch die S-Bahn Basel bis 2040 in Richtung Frankreich expandieren.
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Die Bilder zeigen den TGV 5535 Strasbourg - Lyon-Perrache am 01.04.2024 an einem Rapsfeld, den TGV Duplex inoui (4708) als TGV 9898 Montpellier Saint-Roch - Luxemburg am Ostersonntag, 31.03.2024 und eine Mehrsystemmaschine der Baureihe BB 26000 Sybic am gleichen Tag mit einem TER-Zug von Basel (SNCF) nach Straßburg. Die Lokomotive und der erste Waggon sind im neuen Design der Region Grand Est gestaltet.


Am 01.04.2024 die BB 26151 Sybic mit dem TER 96238 Basel SNCF – Strasbourg. Bemerkenswert ist, dass die Sybic-Maschinen generell nur zwei Scheinwerfer als Spitzenlicht haben. Der dritte obere Scheinwerfer ist konstruktiv bei diesen Loks nicht vorgesehen. Alle anderen Lokomotiven der SNCF verfügen über das Drei-Licht-Spitzensignal, so wie auch bei der DB üblich.
Der TER 96235 Strasbourg - Basel SNCF Steuerwagen voraus, ebenso am 01.04.2024, noch vollständig in altem Livree „TER Alsace“.


Die Mehrsystemlok Fret SNCF BB 37041 Prima taucht am 30.03.2024 mit einem Containerzug aus dem Morgennebel auf. Für den regionalen Verkehr in Frankreich sind die seit 2018 von der SNCF beschafften dieselelektrischen Z 51500 Coradia Polyvalent Régiolis von Alstom zuständig. Der sechsteilige Triebwagen fuhr am Ostertag, 31.03.2024, als als TER von Strasbourg (Straßburg) nach Mulhouse (Mühlhausen). Die Mehrsystemfahrzeuge (1,5 kV Gleichstrom, 15 kV, 16,7 Hz und 25 kV, 50 Hz Wechselstrom) sind im Dieselmodus bis 160 km/h und im Fahrleitungsbetrieb maximal 200 km/h schnell.
Alle Aufnahmen entstanden bei Ostheim nördlich von Colmar.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Quellen: https://www.fluo.eu/de, https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Strasbourg-Basel