
Foto ProRail.
In der Woche vom 13. bis 20. April wird der Bahnhof Santpoort Noord (Abschnitt Haarlem - Beverwijk - Alkmaar) umgebaut. ProRail wird ein Gleis samt Weichen entfernen, die übrigen Gleise erneuern und den Bahnsteig entlang Gleis 2 verlegen. "Ja, das ist eine ganz schöne Arbeit", räumt ProRails Bauleiter Rogé Verboom ein, "aber danach kann der Bahnhof Santpoort Noord wieder jahrzehntelang bestehen."
Santpoort Noord besteht jetzt aus drei Gleisen, von denen die beiden äußeren mit Bahnsteigen ausgestattet sind. Diese Situation stammt noch aus der Zeit, als die Züge noch nach IJmuiden fuhren. "Als die Strecke nach IJmuiden geschlossen wurde, wurden nur diese Gleise entfernt", sagt Klaas Hofstra, Spezialist für Logistikentwicklung bei ProRail. "Dadurch entstand eine seltsame Konstruktion, die in den Niederlanden einzigartig ist. Der westliche Bahnsteig ist sehr lang, aber nur auf halber Länge führt das Gleis nach Süden. Entlang der anderen Hälfte des Bahnsteigs verlief früher das Gleis von IJmuiden."
"Wir werden Gleis 3 entfernen. Dadurch wird der Bahnübergang Kennemergaardeweg schmaler und leichter zu überqueren. An der Stelle von Gleis 3 wird ein neuer Bahnsteig gebaut. Wir arbeiten Tag und Nacht. Das wird eine ziemliche Herausforderung für die Umgebung sein, denn diese Arbeiten werden nicht leise durchgeführt. Der Vorteil ist, dass die Züge nach den Arbeiten reibungsloser durch den Bahnhof fahren können, da auch alle Weichen verschwinden werden. Und schließlich werden wir die Wartezeit am Bahnübergang Middenduinerweg verkürzen.
Nach 40 Jahren verschwinden also die letzten Spuren der ehemaligen Bahnlinie nach IJmuiden. Klaas: "Irgendwann müssen die Gleise und Weichen erneuert werden. Eine vollständige Erneuerung der überflüssigen Gleise würde viel Geld kosten. Deshalb haben wir beschlossen, sie zu entfernen. Ein weiterer Vorteil: Der Bahnsteig an Gleis 3 ist jetzt der kürzeste auf der Strecke Haarlem-Alkmaar. Auf Wunsch der NS können wir nun den Bahnsteig verlängern. So können bei Bedarf auch längere Züge auf der Strecke fahren."
Jules Draaijers, WKZ, Quelle ProRail