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Freitag, 18 Mai 2018 06:55

Frankreich/Großbritannien: Arafer und ORR geben Stellungsnahme zu den Eurotunnel-Nutzungsbedingungen ab

Die französischen und britischen Regulierungsbehörden Arafer und ORR haben am 16.05.18 ihre Stellungnahme zu den Nutzungsbedingungen für die Infrastruktur des Eurotunnels für den Fahrplan 2019 (ab Dezember 2018) veröffentlicht. Beide Regulierungsbehörden sind der Ansicht, dass die von Eurotunnel vorgenommenen Änderungen den in einer früheren Stellungnahme geäußerten Forderungen nur teilweise entsprechen.

Sie fordern den Infrastrukturbetreiber erneut auf, die Darstellung und Transparenz der anwendbaren Entgeltgrundsätze sowie deren Umsetzung für die Nutzung des grenzüberschreitenden Tunnels durch Eisenbahnunternehmen (EVU) zu verbessern. Insbesondere hat Eurotunnel sein Verfahren zur Erstellung des Referenzdokuments und des Arbeitszeitplans für 2019 geändert. Arafer und ORR halten den überarbeiteten Ansatz von Eurotunnel für nicht angemessen. Sie haben daher gefordert, dass Eurotunnel seine Schienennetz-Nutzungsbedingungen für 2020 gemäß dem Zeitplan der Vorjahre veröffentlicht. Dies wird den Eisenbahnunternehmen mehr Zeit geben, Kapazitätsanträge zu stellen und etwaige Entscheidungen von Eurotunnel anzufechten.

Die Zugangsbedingungen und Preise für den Kanaltunnel werden von Arafer für den französischen Teil und ORR für den britischen Teil kontrolliert. Jedes Jahr veröffentlichen die beiden Regulierungsbehörden eine Stellungnahme zum Referenzdokument von Eurotunnel. Sie vergewissern sich, dass dieses keine diskriminierenden Klauseln enthält und dem Infrastrukturbetreiber keine Ermessensbefugnisse einräumt, der die Eisenbahnunternehmen diskriminiert.

WKZ, Quelle Arafer

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