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Freitag, 18 Mai 2018 12:16

Italien: Wettbewerbsbehörde untersucht Verkehrsvertrag der Region Venetien mit Trenitalia - Wurde Arriva ausgebootet?

Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM hat am 03.05.18 ein Verfahren gegen Ferrovie delle Stato S.p.A., Rete Ferroviaria Italiana S.p.A. und Trenitalia S.p.A. zum Anfang des Jahres von der Region Venetien mit Trenitalia unterzeichneten Verkehrsvertrag über 4,4 Mrd. Euro für die Jahre 2018 bis 2032 eingeleitet. Geprüft werden soll die Frage, ob die Firmen ihre beherrschende Stellung im Zusammenhang mit der direkten Vergabe öffentlicher Personenverkehrsdienste von regionalem und lokalen Interesse missbraucht haben.

Die Beamten der Behörde haben am 10.05.18 zusammen mit Vertretern der Sonderkartellbehörde der Guardia di Finanza eine Reihe von Inspektionen in den Büros der drei Firmen durchgeführt, um Unterlagen zu erhalten, die für das Ermittlungsverfahren - das bis zum 30. Mai 2019 dauern wird - nützlich sind, um festzustellen, ob die drei mit dem Wirtschaftsministerium verbundenen öffentlichen Unternehmen ihre beherrschende Stellung in Bezug auf die direkte Vergabe von Schienenpersonenverkehrsdiensten an Trenitalia missbraucht haben.

"Insbesondere" - so heißt es in einem Vermerk der Behörde - "haben die drei Unternehmen der Gruppe FS zwischen 2015 und 2017 eine Gesamtstrategie verabschiedet, die darauf abzielt, die Position des gesetzlichen Monopols von RFI auf dem Markt für die Verwaltung der Eisenbahninfrastruktur unangemessen auszunutzen, um die Position des etablierten Unternehmens zu wahren."

Vor vier Monaten, anlässlich der Unterzeichnung des neuen Dienstleistungsvertrages zwischen der Region und Trenitalia, zeigte sich der Geschäftsführer von Arriva, Angelo Costa, "sehr überrascht" und erklärte: "Wir waren nie in der Lage, aufgrund der Informationsasymmetrie mit Trenitalia ein detailliertes Angebot vorzulegen. ... Wie hat die Region festgestellt, dass Trenitalia das beste Angebot abgegeben hat, wenn es kein Vergleichsangebot gab?".

WKZ, Quelle Vicenza Più, Corriere della Sera

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