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Donnerstag, 25 April 2024 10:20

Frankreich: Île-de-France Mobilités schreibt den Betrieb auf der Linie J aus, die noch nie Gegenstand einer Ausschreibung war

Île-de-France Mobilités hat im Amtsblatt der Europäischen Union den Öffentlichen Dienstleistungsvertrag für den Betrieb des regionalen Schienenpersonenverkehrsdienstes auf der Linie J im Wert von 3,1 Mrd. EUR ausgeschrieben (247728-2024).

Diese Bekanntmachung betrifft die Ausschreibung eines Netzes für den regelmäßigen Schienenpersonenverkehr, das bislang von der Gesellschaft SNCF Voyageurs im Rahmen eines Monopols betrieben wird und noch nie Gegenstand einer Ausschreibung war. Die vorliegende Bekanntmachung bezieht sich auf den öffentlichen Dienstleistungsvertrag, der speziell für den Betrieb des regionalen Schienenverkehrs auf der Linie J gelten soll, vorbehaltlich der durch die Verlängerung der RER-Linie E nach Westen bedingten Änderungen der Verbindungen. Folglich würde das Angebot der Linie J zum voraussichtlichen Zeitpunkt der Übernahme des Dienstes durch den künftigen Auftragnehmer ein Angebot von etwa 4,2 Millionen kommerziellen Zugkilometern pro Jahr darstellen, gegenüber 6,2 Millionen kommerziellen Zugkilometern vor der Inbetriebnahme der Verlängerung der RER E, die einen Teil der derzeitigen Bedienung der Linie J zwischen Paris-Saint-Lazare und Mantes-la-Jolie über Poissy übernehmen würde.

Diese Bekanntmachung betrifft die Ausschreibung eines Netzes für den regelmäßigen Schienenpersonenverkehr, das bislang von der Gesellschaft SNCF Voyageurs im Rahmen eines Monopols betrieben wird und noch nie Gegenstand einer Ausschreibung war. Diese Bekanntmachung betrifft den öffentlichen Dienstleistungsvertrag, der speziell für den Betrieb des regionalen Schienenverkehrsdienstes auf der Linie J bestimmt sein wird. Der Betrieb dieser Linie entspricht einem Volumen von 4,2 Millionen Zugkilometern/Jahr im Jahresdienst 2022.

Der Betreiber wird hauptsächlich mit den folgenden Leistungen betraut:

• Die Vorbereitung des Betriebs der Linie, einschließlich der Bereitstellung aller notwendigen personellen und materiellen Mittel und der Übernahme der Linie vom derzeitigen Monopolbetreiber.
• Betrieb des regionalen Schienenpersonenverkehrs auf der Linie J in der Region Ile de France, einschließlich eines eventuellen zusätzlichen Straßenverkehrs mit Zubringer- oder Ersatzverkehr.
• Verwaltung, Instandhaltung und laufende Wartung des Materials, der Anlagen und Ausrüstungen, die für die Durchführung des Dienstes erforderlich sind, insbesondere des rollenden Materials.
• Den Vertrieb von Fahrkarten sicherstellen.
• Verwaltung der physischen Verkaufs- und Vertriebsausrüstungen, einschließlich der Wartung dieser Ausrüstungen.
• Sicherstellung der Fahrgastinformation an Bord.
• Animation und Verbesserung der tatsächlichen Qualität der den Fahrgästen erbrachten Dienstleistungen.
• Durchführung von Präventionsmaßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Betrugsbekämpfung.
• Bewachung von Ausrüstungen und Anlagen.
• Die kommerzielle Kommunikation und Werbung für das Netz in Abstimmung mit Île-de-France Mobilités sicherstellen.
• Einrichtung eines automatisierten Stellwerks zur Kontrolle der Bewegungen am Standort Val-Notre-Dame (VND), um die Effizienz der Wartung der Züge der Linie J an diesem Standort zu optimieren.

Darüber hinaus beabsichtigt Ile-de-France Mobilités, dem Betreiber gegebenenfalls einen Teil der Verwaltungs- und Betriebsaufgaben der Bahnhöfe zu übertragen, die gemäß dem Dekret Nr. 2021966 vom 20. Juli 2021 über die Verwaltung und den Betrieb von Personenbahnhöfen, die hauptsächlich von öffentlichen Schienenpersonenverkehrsdiensten genutzt werden, delegiert wurden.

So könnte Ile-de-France Mobilités dem Vertragsinhaber gegebenenfalls :

• die in Punkt I von Artikel 4 des oben genannten Dekrets genannten Aufgaben und
• gegebenenfalls die Aufgabe der Reinigung des Bahnhofs gemäß Punkt II1 von Artikel 4 des Dekrets und die Aufgabe der Überwachung und Bewachung des Bahnhofs gemäß Artikel II2 von Artikel 4 des Dekrets

übertragen

Schließlich zieht Ile-de-France Mobilités gegebenenfalls auch in Betracht, dass der Betreiber beauftragt wird:

• auf dem Gebiet der Region Haut de France mit der kommerziellen Bedienung und gegebenenfalls der Verwaltung der Aufgaben in den Bahnhöfen La Villetertre, Liancourt Saint-Pierre, Chaumont en Vexin, Trie Château unter den gleichen Bedingungen wie im vorherigen Punkt beschrieben und
• auf dem Gebiet der Region Normandie mit der kommerzielle Bedienung der Bahnhöfe Gisors und Vernon-Giverny sowie gegebenenfalls der Verwaltung eines Teils der kommerziellen Dienstleistungen in den Bahnhöfen.

Ile-de-France Mobilités plant eine Vorbetriebszeit von achtzehn (18) Monaten. Der Beginn der Dienstleistungen ist rein indikativ frühestens für Februar 2028 vorgesehen. Ile-de-France Mobilités geht von einer Betriebsdauer von neun (9) Jahren aus. Gegebenenfalls kann der Vertrag zweimal um jeweils ein (1) Jahr verlängert werden. Die maximale Betriebsdauer beträgt somit elf (11) Jahre.

Quelle EU-Amtsblatt

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