
Foto GART.
Am 23. April 2024 hielten Patrice Vergriete, Minister für Verkehr, Louis Nègre, Präsident der GART (Groupement des autorités responsables de transport), und Vertreter der Regionen Frankreichs den ersten Lenkungsausschuss für das Projekt "titre unique de transport national" (einheitlicher nationaler Fahrschein, Einheitsfahrschein) ab. Ziel ist es, bis Ende 2024 einen ersten Versuch zu starten, bevor langfristig eine landesweite Interoperabilität eingeführt wird.
Das Projekt "einheitlicher Fahrschein" zielt darauf ab, die Intermodalität zu fördern, um den Anteil der Fahrten, die allein mit dem Auto zurückgelegt werden, zu verringern und so die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen zu senken. Zu diesem Zweck sollen Fortschritte in Richtung eines einheitlichen Fahrscheins erzielt werden, unabhängig von der Region oder dem Verkehrsmittel.
Der für Verkehr zuständige Minister leitete am 23. April den ersten Lenkungsausschuss, der dem Projekt "einheitlicher nationaler Fahrschein" gewidmet war. Dabei wurden die Umrisse eines für Ende 2024 geplanten Experiments präzisiert.
Diese ehrgeizige Initiative wird Folgendes ermöglichen:
• Die intermodalen und interregionalen Reisen der Nutzer zu vereinfachen: Ab 2024 wird in einigen Gebieten ein Versuch mit einem "support universel" (vielseitig verwendbarer Datenträger) gestartet, der es den Bürgern ermöglicht, über eine mobile Anwendung einen Nachzahldienst zu erwerben. Dieser innovative Ansatz soll schrittweise auf weitere Gebiete ausgeweitet werden.
• Die Arbeit des Verkehrsökosystems zu vereinfachen: Ziel ist es, den Staat zum zentralen Ansprechpartner zu machen, indem eine nationale Interoperabilitätsplattform bereitgestellt wird.
Bei dieser Gelegenheit unterzeichneten der für Verkehr zuständige Minister, Régions de France und GART eine Absichtserklärung und bekräftigten damit den gemeinsamen Willen, die Organisationsbehörden für Mobilität mit gemeinsamen Werkzeugen auszustatten, um den Zugang zu allen gemeinsam genutzten Fortbewegungsarten zu vereinfachen.
Patrice Vergriete: "Die Etappe, die wir mit unseren Partnern erreichen, ist ein Schlüsselschritt bei der Entwicklung eines universellen Trägers für Fahrscheine in Frankreich. Dieses Projekt steht im Einklang mit dem Ziel, das Leben unserer Mitbürger zu vereinfachen und zu erleichtern; es liegt mir sehr am Herzen!"
Louis Nègre, Vorsitzender der GART: Die GART freut sich über die Fortschritte bei diesem Projekt für einen einheitlichen Fahrschein, der zu den 7 Vorschlägen der GART für die Mandatsperiode 2022-2027 gehört. Es ist ein unverzichtbares Instrument, um einen Vereinfachungsschock zu erzeugen und somit die Franzosen zu ermutigen, alternative Mobilitätslösungen zum Autofahren zu nutzen. Es ist unerlässlich, dass jeder auf das gesamte öffentliche Mobilitätsangebot zugreifen kann, ohne sich jedes Mal an die Vielfalt der Träger und Titel anpassen zu müssen, die jedem Verkehrsnetz oder sogar jeder Art von Dienstleistung eigen sind (Zug, Bus, Fahrrad, Carsharing, Mitfahrgelegenheiten, Roller...).
Carole Delga, Präsidentin von Régions de France: Als Mobilitätsbeauftragte tragen die Regionen eine wesentliche Verantwortung für die Erleichterung der Intermodalität zwischen den von allen organisierenden Mobilitätsbehörden betriebenen öffentlichen Verkehrsdiensten. Mit dem Staat teilen wir daher die Herausforderung, digitale Werkzeuge zu entwickeln, die eine bessere Fahrgastinformation, einen besseren Zugang und eine bessere Verteilung aller Mobilitätslösungen gewährleisten. Diese Werkzeuge begleiten den wachsenden Wunsch der Franzosen nach einer dekarbonisierten Mobilität, bei der die Regionen die ersten Akteure sind: Ihre Bahnangebote, das Rückgrat der regionalen Mobilität, sind eine Mobilitätslösung der Zukunft und haben seit 2019 einen Anstieg der Fahrgastzahlen um mehr als 36 % verzeichnet."
Franz A. Roski, WKZ, Quelle Ministère de la Transition écologique et de la Cohésion des territoires, GART