

Fotos Správa železnic.
Der Bau einer modernen Eisenbahn auf dem Gebiet der Metropole geht weiter, die Eisenbahnverwaltung Správa železnic sucht einen Konstrukteur für den Bau einer neuen dreigleisigen Vytoň-Brücke (Wiederaufbau der Eisenbahnbrücken unter dem Vyšehrad, 287719-2024). Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt, um eine sichere und leistungsfähige Eisenbahn nicht nur auf dem Gebiet der Hauptstadt Praha, sondern auch auf der Hauptstrecke über Plzeň nach Deutschland, auf der sich die Brücke befindet, zu gewährleisten.

Foto Martin Kubík.
Die Arbeiten sollen zwischen 2027 und 2029 stattfinden, die geschätzten Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf 3,4 Milliarden CZK (140 Mio. EUR).
Die Vytoň-Brücke ist Teil der stark frequentierten Eisenbahnverbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Smíchov. Sie spielt eine wichtige Rolle sowohl für den Prager Vorortverkehr als auch für die Fernzüge, die über den Korridor nach Westböhmen fahren. Derzeit ist die Streckengeschwindigkeit auf der Brücke deutlich reduziert, und aufgrund der reduzierten Tragfähigkeit können nicht mehrere Züge gleichzeitig über die Brücke fahren.
Der Bau der dreigleisigen Brücke selbst wird nicht nur die Kapazität erhöhen, sondern auch die Streckengeschwindigkeit von 60 km/h wieder einführen. Die Anwohner in der Umgebung werden die geringeren Erschütterungen und den geringeren Lärm des Eisenbahnverkehrs zu schätzen wissen. Für Fußgänger wird es eine zusätzliche barrierefreie Moldaubrücke geben, während mehrere Radwege durch Prag miteinander verbunden werden.
Die neue Haltestelle Praha-Výtoň, an der ein direkter Umstieg auf die Straßenbahn möglich sein wird, bringt eine qualitative Verbesserung für die Fahrgäste. Sie wird nicht nur von den Zügen der bestehenden Strecken bedient, sondern auch von der geplanten Linie von Smíchov über Vršovice nach Běchovice.
Die Eisenbahnverwaltung muss im Zusammenhang mit dem weiteren Schicksal der Vytoň-Brücke mit der gebotenen Sorgfalt vorgehen. Deshalb bereitet sie das Projekt weiter vor. Gleichzeitig beschäftigt sie sich aber auch weiterhin mit der Frage des Denkmalschutzes der Brücke. Dazu hat bereits ein Treffen mit Vertretern des UNESCO-Kulturerbezentrums und dessen technischem Arm ICOMOS International stattgefunden. Die Eisenbahnverwaltung hat damit einen gegenseitigen Dialog eingeleitet, der auch einen Besuch von UNESCO-Vertretern in Prag einschließen wird.
Gleichzeitig wird das gesamte Projekt noch in diesem Jahr einer international anerkannten Kulturerbeverträglichkeitsprüfung (Heritage Impact Assessment, HIA) unterzogen, die die Eisenbahnverwaltung als erste Organisation in der Tschechischen Republik durchführen wird. Das Ergebnis wird auch aus Sicht der UNESCO ein wichtiges Dokument sein.
In Zusammenarbeit mit dem Prager Stadtrat ist die Bahnverwaltung auch dabei, die Auswahl eines Standorts für die ursprüngliche Brückenkonstruktion abzuschließen. Die Entscheidung sollte bald getroffen werden.
WKZ, Quelle Správa železnic