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Mittwoch, 23 Mai 2018 12:28

Frankreich: Fast 95 % der SNCF-Eisenbahner stimmten gegen die Reform

Die Mitarbeiter der SNCF haben massiv gegen die Reform der SNCF gestimmt. Auf die Frage "Sind Sie für oder gegen eine Reform?" stimmten 94,97% der 147.000 Eisenbahnern der SNCF mit "dagegen". Die Wahlbeteiligung betrug 61,15 %. Die repräsentativen Gewerkschaften wollten mit dieser vom 14. bis 22. Mai organisierten "Abstimmungsaktion" zeigen, dass die Eisenbahner trotz der seit dem 3. April abnehmenden Streikbereitschaft gegen die Reform sind.

Die Regierung und das Management der SNCF erkennen die Legitimität dieser Konsultation nicht an, da der Gesetzentwurf zur Reform des Eisenbahnsystems nicht nur die Arbeitnehmer der SNCF, sondern alle Franzosen betrifft. Die Senatoren des Ausschusses für Raumordnung und nachhaltige Entwicklung werden ab Mittwoch (23.05.18) den Gesetzentwurf zur Bahnreform prüfen. Zu diesem Text wurden insgesamt 169 Änderungsanträge eingereicht, die ab dem 29. Mai im Plenum behandelt und über die am 5. Juni abgestimmt werden soll.

Die Überraschung wertet die Gewerkschaft CGT die große Zahl von Führungskräften, die gegen den Plan der Regierung stimmten. "Sie streiken nicht, weil sie in Bezug auf ihre Karriere unter großem Druck stehen, aber sie lehnen diese Veränderungen auch ab", so die CGT.

Rund zwanzig Eisenbahner, die gegen die Bahnreform waren, versammelten sich am Montagmorgen (21.05.18) vor dem zweiten Wohnsitz von Guillaume Pepy, PDG der SNCF, in Biarritz. Sie brachten frische Croissants zum Frühstück und fordern ihn auf, an dem von den Gewerkschaften organisierten Referendum teilzunehmen. Guillaume Pepy war leider nicht zu Hause.

Das Ergebnis der Abstimmung hat keinen direkten Einfluss auf das gesetzliche Verfahren zur Reform, es könnte aber den Zusammenhalt der Eisenbahner stärken.

WKZ, Quelle Figaro, BFM Business

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