

Fotos PKP PLK.
Der Rohrlacher Tunnel bei Trzcińsko auf der Strecke Wrocław - Jelenia Góra, auf der täglich mehr als 30 Züge verkehren, ist verbreitert worden. Die für die Tunnelarbeiten eingesetzte "Tunnel-in-Tunnel"-Technologie von Porr hat die Verkehrseinschränkungen während der Bauzeit auf ein Minimum reduziert. Für die Investitionen im Tunnelgebirgsmassiv wurden Haushaltsmittel in Höhe von rund 130 Mio. PLN bereitgestellt.


Die Verbreiterung des Tunnels wird es ermöglichen, dass zwei Züge gleichzeitig mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h durch den Tunnel fahren können.
Die Bewohner der Städte entlang der Bahnstrecke von Wrocław über Wałbrzych nach Jelenia Góra sowie Touristen nutzen die Bahn zunehmend für ihre täglichen und gelegentlichen Fahrten. Der neu gebaute Tunnel zwischen Janowice Wielkie und Wojanow auf dieser Strecke wird für einen günstigeren Fahrplan sorgen. Bereits ab der Fahrplananpassung im Juni werden sich die Fahrzeiten um rund vier Minuten verkürzen. Züge in zwei Richtungen können den 300 m langen Tunnel gleichzeitig durchfahren. Die erhöhte Kapazität der Strecke wird es den Betreibern ermöglichen, die Zahl der Fahrten in die Hauptstadt Niederschlesiens und ins Riesengebirge zu erhöhen.
Die Durchführung der Arbeiten im Tunnel und die Aufrechterhaltung des Zugverkehrs waren eine große Herausforderung. Mit Rücksicht auf die Reisenden hat PKP PLK dafür gesorgt, dass die Änderungen im Zugverkehr so kurz wie möglich ausfallen. Ermöglicht wurde dies durch die erstmals in Polen eingesetzte "Tunnel-in-Tunnel"-Technologie. Durch die Einhausung der Tunnelbohrmaschine wurde Freiraum für die sichere Durchfahrt der Züge geschaffen, ohne dass ein zusätzlicher Gleisschutz eingebaut werden musste. Die Arbeiten an der Anlage wurden in 15 Monaten abgeschlossen. Die Kommunikationsänderungen waren auf insgesamt 12 Wochen beschränkt.
Die Arbeiten umfassten die Verbreiterung und Sanierung des Tunnelinneren. Der Auftragnehmer führte einen abschnittsweisen Abbruch der Steinverkleidung mit der TEM (Tunnel Enlargement Machine) "Katarzyny" durch und baute eine neue Stahlbetonkonstruktion. In Absprache mit dem Denkmalschutzbeauftragten sanierte der Auftragnehmer die Tunnelportale. Die Fassade auf der Wojanow-Seite erhielt einen zusätzlichen Schutz. Es wurden Entwässerungsarbeiten durchgeführt. In dem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert wurden neue Gleise und Oberleitungen verlegt.
Die von der PKP Polskie Linii Kolejowe S.A. in Auftrag gegebenen Arbeiten "Revitalisierung des Streckentunnels bei km 118,700 mit begleitender Infrastruktur" im Rahmen des Projekts "Arbeiten an der Eisenbahnlinie Nr. 274 Wrocław - Zgorzelec auf dem Abschnitt Wrocław - Jelenia Góra und angrenzende Verbindungsstücke" hatten einen Wert von rund 130 Mio. PLN (31 Mio. EUR) und wurden von PORR durchgeführt.
Am 27.05.2024 wurde mit demselben Auftragnehmer ein Vertrag über eine weitere Aufgabe auf der Bahnstrecke Wrocław - Jelenia Góra für 125 Mio. PLN (29 Mio. EUR) unterzeichnet. Es werden 2 Brücken und 4 Viadukte sowie 8 Bahnübergänge erneuert.
WKZ, Quelle PKP PLK