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Dienstag, 25 Juni 2024 11:10

Niederlande: HIMA und Movares modernisieren Zugsicherungssystem in Rotterdam

movares hima contractondertekening
Foto HIMA.

Die HIMA Group hat mit dem auf Infrastruktur und Bahnprojekte spezialisierten Beratungs- und Engineering-Unternehmen Movares einen Vertrag über die Implementierung eines hochmodernen Zugsicherungssystems am Knotenpunkt Rotterdam geschlossen. Das Projekt umfasst speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), Schaltschränke und Engineering und ersetzt das bestehende elektronische Stellwerk (EBS) durch ein speicherprogrammierbares Stellwerk (IXL).

Dadurch wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern steigt die Flexibilität bei gleichzeitig deutlich geringeren Lebenszykluskosten. Insgesamt soll die HIMA IXL-Technologie in zehn Relaisstationen in Rotterdam eingesetzt werden und auch die Sicherheit der umliegenden Bahnhöfe steigern.

„Der Auftrag ist ein weiterer Meilenstein für die HIMA Group und zeigt das Potenzial unserer bewährten SPS-Stellwerkslösung“, erklärt Jörg de la Motte, CEO der HIMA Group. „Wir freuen uns, in dem zukunftsweisenden Projekt die bereits zwei Jahrzehnte währende erfolgreiche Zusammenarbeit mit Movares fortzusetzen“, sagte Jörg de la Motte bei der Vertragsunterzeichnung im Beisein des Projektteams am 10. April in Utrecht.

"Bei diesem Projekt geht es nicht nur um die Aufrüstung der Technologie, sondern auch um die Verbesserung der Sicherheit und Zuverlässigkeit des Zugbetriebs in einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe in Europa", sagt Robert Claasen, CEO von Movares. Das Modernisierungsprojekt zielt darauf, die Effizienz und Sicherheit des Verkehrsknotenpunkts Rotterdam Centraal weiter zu steigern. Die Technologie, bei der kommerzielle Standardhardware (Commercial off-the-shelf, COTS) auf Basis der HIMax-Steuerung eingesetzt wird, kommt in den Niederlanden bereits in Amersfoort, Beverwijk, Groningen und Assen zum Einsatz.

Bereits 2014 hatte der niederländische Eisenbahn-Infrastrukturbetreiber ProRail Movares mit der Implementierung des SPS-basierten Stellwerks in Santpoort Noord beauftragt.

Im Vergleich zu klassischen Relaissystemen konnte der Betreiber die Lebenszykluskosten mit der innovativen HIMA-Technologie um 30 Prozent reduzieren. Die Kosteneffizienz resultiert aus dem Einsatz einer offenen Technologie, die die Herstellerbindung minimiert und eine einfachere Wartung und Aufrüstung ermöglicht. Das System ist hochgradig skalierbar, so dass es sich sowohl für große als auch für kleine Bahnanwendungen eignet. Außerdem lässt es sich nahtlos in den europäischen Verkehrsmanagement-Standard ERTMS integrieren. In der Praxis wurden für das IIXL-System eine Verfügbarkeit von 99,9995% und über 800.000 Betriebsstunden ohne Sicherheitsvorfälle nachgewiesen.

„Dieses Projekt ist ein weiter Meilenstein in unseren kontinuierlichen Bemühungen, die Sicherheit und Zuverlässigkeit des niederländischen Eisenbahnsystems zu gewährleisten. Davon profitieren täglich Tausende Pendler“, erklärt Josse Brys, Sales Director Europe & Africa bei HIMA. „Unser gemeinsames Engagement für Sicherheit und Innovation setzt erneut Maßstäbe in der Eisenbahnsicherheit“, lobt Jörg de la Motte die Zusammenarbeit mit Movares.

Pressemeldung HIMA Group

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