Diese Seite drucken
Donnerstag, 08 August 2024 11:10

Österreich: Riesenproblem für alle Wiener:innen - Sicherheit beim U-Bahn-Bau hat höchste Priorität

Als ein „Riesenproblem“ für alle Wiener:innen bezeichnet die Parteivorsitzende der Grünen Wien, Judith Pühringer, die heute geplatzte „Bombe“: Der Ausbau der U-Bahn soll sich um weitere 2 Jahre verzögern und hunderte Millionen Euro mehr kosten.

„Schon im Jahr 2018 und 2023 wurden große Zeitverzögerungen bekanntgegeben, jetzt kommen noch einmal 2 Jahre dazu. Offensichtlich läuft bei den Planungen etwas falsch“, so Pühringer. „Die Bodenverhältnisse entlang der U-Bahn müssten schon längst bekannt gewesen sein. So große Zeitverzögerungen sind den Wiener:innen einfach nicht zuzumuten. Die Stadt Wien brüstet sich mit dem U-Bahn-Ausbau als größtes Klimaschutzprojekt, dann darf man auch erwarten, dass Zeitplan und Budget eingehalten werden“, so der Mobilitätssprecher der Grünen Wien, Kilian Stark.

Ursprünglich war der Plan, dass die U5 heuer und die U2 im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Jetzt soll der Endausbau erst 2030 fertiggestellt sein. „Die SPÖ Wien kann offensichtlich keine Großprojekte planmäßig durchführen: Nach der Marx-Halle und dem Busbahnhof ist die U-Bahn nur ein weiteres Beispiel für die unprofessionelle Arbeit der Rot-Pinken Stadtregierung“, so Pühringer.

„Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist von zentraler Bedeutung für den Klimaschutz. Jetzt müssen andere Klimaschutzprojekte, wie etwa der Ausbau der Radwege und Verkehrsberuhigungen, deutlich beschleunigt werden, damit die Klimaziele der Stadt nicht noch weiter außer Reichweite geraten. Auf den U-Bahn-Ausbau kann man nicht mehr warten“, so Stark.

„Neben den Wiener:innen, die sich schon lange auf eine Verbesserung der Öffis freuen, ist die U-Bahn-Baustelle für alle Anrainer:innen, insbesondere Wirtschaftstreibende, eine wirkliche Belastung, die nun noch Jahre länger dauert“, so Pühringer und Stark abschließend. Die Grünen Wien fordern die Stadtregierung auf, großzügige finanzielle Hilfen für die Geschäftsleute bereitzustellen.

Pressemeldung Grüner Klub im Rathaus

Sicherheit beim U-Bahn-Bau hat höchste Priorität

In einer Stellungnahme zur heute bekanntgegebenen Zeitplanänderung des Wiener U-Bahnprojekts U2xU5, betont Kurt Stürzenbecher, SPÖ-Gemeinderat und Vorsitzender des Finanzausschusses: „Die Sicherheit des hochkomplexen Tiefbauprojekts, speziell in Punkto Statik, kennt keine Kompromisse. Tag und Nacht arbeiten 800 Kolleg*innen der Wiener Linien und der beauftragten Baufirmen an der raschen Fertigstellung der größten U-Bahnbaustelle Europas, dem Linienkreuzes U2xU5. Doch das Erdreich hält sich nicht immer an Pläne.“

Es kam, so Stürzenbecher, während des Tunnelbaus zu außergewöhnlich hohen Erdbewegungen und einem Wassereintritt. „Das erforderte umfangreichen Sicherungsmaßnahmen, die eine Änderung des Fertigstellungstermin notwendig machten. Die Eröffnung der Station Matzleinsdorferplatz ist nun für 2030 geplant.“

„Die Auswirkungen der ungebremsten Inflation in Österreich in den vergangenen zwei Jahren, wirken sich nun auch auf das Bauprojekt aus. Speziell sind es die bekanntermaßen hohen Preissteigerungen im Baunebengewerbe, die für die Zunahme der Gesamtprojektkosten verantwortlich sind“, so Stürzenbecher. Und er betont: „Es zeigt einmal mehr, wie wichtig eine österreichweite, inflationsdämpfende Politik gewesen wäre. Sie hätte nicht nur die Haushaltsbudgets der Österreicher*innen nachhaltig entlastet, sondern auch jene von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden.“

Pressemeldung SPÖ Wien Rathausklub

 

Zurück