Österreich: Schneebergbahn


Seit 1897 führt eine meterspurige Zahnradbahn von Puchberg am Schneeberg auf den höchsten Berg Niederösterreichs - den Schneeberg. Die 9.8 Kilometer lange Bahnstrecke überbrückt mehr als 1.200 Höhenmeter, wurde von den Erbauern mit Abt'scher Zahnstange versehen und 102 Jahre ausschließlich mit Dampflokomotiven betrieben, die Krauss in Linz geliefert hatte.
Erst 1999 kam es zur Lieferung von Diesellokomotiven. Die ersten drei Exemplare wurden von einem Konsortium um Hunslet-Barclay geliefert. Sie und ebenfalls neugebaute Züge werden vom Betreiber Niederösterreichbahnen in Gesamtheit als Salamander oder Salamanderzüge vermarktet.
Im Jahre 2010 wurden diese durch eine Stadler-Lok ergänzt. Nach wie vor verkehren aber auch Dampfzüge mit den Krauss-Loks. Die allerälteste, die Z1, steht im Ausgangsbahnhof Puchberg am Schneeberg als Denkmal aufgestellt.


Puchberg am Schneeberg wird auch von einer Normalspurstrecke erreicht. Das historische Foto zeigt rechts eine Lokomotive aus der Zeit der Inbetriebnahme. Diese steht übrigens auch in Puchberg als Denkmal aufgestellt und soll nach Willen der ÖBB demnächst restauriert werden.


Direkt neben der Gipfelstation der Zahnradbahn wurde im Auftrag von Kaiser Franz Joseph I die Kaiserin Elisabeth-Gedächtniskirche im Jugendstil erbaut. Diese ist noch heute in allen Details zu bewundern und stellt einen der besterhaltenden Jugendstilbauten in Österreich dar. Am 18. Juni 1902 besuchte der Kaiser die Kirche und reiste aus diesem Anlaß mit der Zahnradbahn auf den Schneeberg.
Text und Bilder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 11. August 2024




