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Mittwoch, 06 Juni 2018 10:03

Großbritannien: Bahnindustrie hat Fahrgäste kollektiv im Stich gelassen

Der britische Verkehrsminister Chris Grayling und Eisenbahnminister Jo Johnson trafen sich gestern (5. Juni 2018) mit mehr als 50 Abgeordneten, um sich über die ernsten Probleme zu informieren, mit denen die Fahrgäste nach der Einführung neuer Fahrpläne auf den Strecken von Northern (Arriva Rail North) und Govia Thameslink Railway (GTR) konfrontiert sind.

Der Verkehrsminister machte deutlich, dass die Bahnindustrie die von ihr bedienten Fahrgäste kollektiv im Stich gelassen habe und dass die Bahnunternehmen nicht gewarnt hätten, dass sie auf den Fahrplanwechsel nicht angemessen vorbereitet waren. Herr Grayling stellte auch Pläne für die Eisenbahnindustrie vor, um die betroffenen Personen zu entschädigen.

Der Eisenbahnminister traf sich am Montag, den 4. Juni, mit Network Rail in Milton Keynes, um die Fortschritte bei der Verbesserung der Dienste nach der Einführung von Notfahrplänen an diesem Tag zu erörtern. Die Wiederaufnahme eines geregelten Verkehrs wird jedoch Zeit brauchen, da es eine Reihe von Problemen gibt, die von den Eisenbahnunternehmen und Network Rail gelöst werden müssen.

Verkehrsminister Chris Grayling sagte: "Meine absolute Priorität besteht darin sicherzustellen, dass die inakzeptablen Service-Levels bei Northern Rail und GTR wieder in Ordnung gebracht werden und dass die Menschen, deren Leben ernsthaft betroffen ist, die dringenden Verbesserungen erhalten, die sie verdienen. ...Wie ich deutlich gemacht habe, werde ich nicht zögern, ernsthafte Maßnahmen zu ergreifen, wenn sich herausstellt, dass die Betreiber gegen ihre Franchisevereinbarung verstoßen."

Einzelheiten zur Entschädigung der Fahrgäste werden in Kürze bekannt gegeben. Außerdem wurde damit begonnen, eine unabhängige Untersuchung über die Abwicklung der Fahrplanumsetzung durch die Eisenbahnverkehrsunternehmen einzurichten. Damit sei Prof. Stephen Glaister, Vorsitzender des Office of Rail and Road, beauftragt worden. Das Verkehrsministerium wird auch prüfen, ob GTR und Northern ihren vertraglichen Verpflichtungen in diesem Prozess nachgekommen sind.

WKZ, GK, Quelle Transportministerium

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