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Freitag, 08 Juni 2018 07:05

Schweden: Nationaler Infrastrukturplan mit Rekordinvestitionen für die Eisenbahn

Die schwedische Regierung hat am 04.06.18 den nationalen Infrastrukturplan für die Jahre 2018-2029 beschlossen. Er umfasst eine Gesamtinvestition von 700 Mrd. SEK (68 Mrd. Euro) mit dem bisher größten Eisenbahnanteil der Neuzeit. Der Plan sieht umfangreiche Investitionen sowohl in den Neubau als auch in Erhalt und Modernisierung der bestehenden Infrastruktur vor.

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Insgesamt werden 622,5 Mrd. SEK investiert. Darüber hinaus stehen 90 Mrd. SEK aus Straßenbenutzungsgebühren, Eisenbahngebühren und Kofinanzierungen zur Verfügung. Die 622,5 Mrd. SEK sind wie folgt verteilt:

• 125 Mrd. SEK für den Betrieb und die Instandhaltung der Staatsbahnen
• 164 Mrd. SEK für den Betrieb und die Instandhaltung der Staatsstraßen
• 333,5 Mrd. SEK für die Entwicklung des Verkehrssystems

Rund 193 Mrd. SEK investiert die Regierung in neue Straßen und Eisenbahnen. Der Eisenbahnanteil beläuft sich dabei auf 148 Mrd. SEK, was rund 77 % der gesamten Mittel und einem Anstieg von 32 % im Vergleich zur vorherigen Planungsperiode entspricht.

Der Plan sieht erhebliche Anstrengungen vor, um das Eisenbahnsystem zu entwickeln und die Kapazität zu erhöhen. Dazu gehörten die Norrbotniabanan zwischen Umeå und Skellefteå und Sydostlänken Älmhult - Olofström - Blekinge kustbana. Außerdem erhöht die Regierung ihre Investitionen in zweigleisige Erweiterungen entlang der Ostkustbanan zwischen Gävle und Kringlan um 1,7 Mrd. SEK. Im Vergleich zum Entwurf des Vorschlags von Trafikverket erhöht die Regierung ihren Schwerpunkt für Fernverkehrsdienste um 393 Mio. SEK. Weitere Investitionen betreffen Häfen und Schleusen, um die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene und den Seeverkehr zu fördern.

Die Zuteilung für den Betrieb und die Wartung der Bahn wird um 47 Prozent erhöht. Dazu gehören der Rangierbahnhof Sävenäs in Göteborg, der Schienenengpass Stockholm, die Värmlandsbanan zwischen Laxå und Kilund sowie die Viskadalsbanan zwischen Borås und Varberg.

"Jetzt unternehmen wir die größten Anstrengungen der Neuzeit für die Eisenbahn. Investitionen in das Gemeinschaftsgebäude und in das, was Schweden stark und nachhaltig macht, gehen vor Steuersenkungen. Schweden wird über ein modernes Schienennetz verfügen, in dem die Züge im ganzen Land fahren", sagte Infrastrukturminister Tomas Eneroth.

"Die Menschen, die klimafreundlich reisen, werden jetzt bevorzugt. Wir setzen uns dafür ein, dass die Züge im ganzen Land pünktlich ankommen und mehr Menschen nachhaltig zur Arbeit pendeln können", ergänzte Klimaministerin und Vizepräsidentin Isabella Lövin.

WKZ, Quelle Regierung

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Letzte Änderung am Freitag, 08 Juni 2018 07:18

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