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Samstag, 14 September 2024 18:16

Österreich: Hochwasser - Wachaubahn als Ersatz für Regionalbusverkehr

Gute Vorbereitungen und eine jahrelange, enge Kooperation aller Beteiligten zahlen sich im Ernstfall aus: Weil die Donaustraße B3 in der Wachau aufgrund der Hochwasserlage gesperrt wird, springt die Wachaubahn ein: Die im touristischen Verkehr von den Niederösterreich Bahnen äußerst erfolgreiche betriebene Strecke wurde auf einer hochwassersicheren Trasse errichtet, ist selbst für ein extremes Hochwasserereignis vorbereitet und sichert im Ernstfall den öffentlichen Verkehr zwischen Krems und Emmersdorf an der Donau.

Ab Sonntag, 15. September 2024 wird die Wachaubahn verstärkt geführt und steht Schülern, Berufspendlern und insbesondere Einsatzkräften als Ersatz zum eingestellten Straßenverkehr in der Wachau zur Verfügung. Im VOR gültige Fahrkarten (z.B. Jugendticket, Top-Jugendticket, KlimaTickets) werden während des „Hochwasserbetriebes“ auch für die Fahrten der Wachaubahn anerkannt, Einsatzkräfte werden kostenlos befördert.

Wachaubahn als Ersatz für Regionalbusverkehr

Aufgrund der prognostizierten Hochwasserlage in der Wachau wird der Regionalbusverkehr (Linie 715) am linken Donauufer ab Samstag 14. September 2024 mit Betriebsschluss eingestellt. Die Sperre der B3 (Donaustraße) erfolgt spätestens bei 7,80 m Wasserstand. Dieser Wert wird voraussichtlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag überschritten. Somit kann auch die Regionalbuslinie 715 Melk – Krems bis auf Weiteres nicht verkehren. Seitens NÖVOG greift der vorgesehene Mechanismus: Als Ersatzmaßnahme steht den Fahrgästen die Wachaubahn zur Verfügung, welche ab Sonntag, 15. September 2024 verstärkt geführt wird und als Ersatzverkehr zwischen Emmersdorf und Krems angeboten wird. In den Routenplanern des VOR ist bereits ein entsprechender Hinweis eingetragen.

Für Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Sanitäter, Kräfte des Bundesheers, Polizei und Rettung steht die Wachaubahn kostenlos zur Verfügung, auch Material wird soweit als möglich in den Fahrzeugen der Wachaubahn kostenlos befördert.

LH.-StV. Udo Landbauer: „Im Ernstfall arbeiten in Niederösterreich alle zusammen. Hand in Hand für unsere Landsleute. Ich bedanke mich bei den engagierten Einsatzkräften, die bei widrigsten Bedingungen verlässlich vor Ort sind und Großartiges leisten, um die Bevölkerung zu schützen. Auch die Kollegen von der NÖVOG, die unverzüglich bereitstehen, um die Wachaubahn verstärkt zu führen, zeigen höchsten Einsatz und Verlässlichkeit.“

Geschäftsführerin der Niederösterreich Bahnen, Barbara Komarek und die Geschäftsführer der NÖVOG, Michael Hasenöhrl und Wolfgang Schroll: „Wir sind für Ausnahmesituationen wie diese bestmöglich vorbereitet und konnten sofort den Hochwassermodus der Wachaubahn in Kraft setzen: Somit sichern wir die Mobilität der Menschen in der Wachau und unterstützen die Einsatzkräfte. Aber nicht nur in der Wachau – überall in Niederösterreich werden aktuell entsprechend der aktuellen Hochwasserlage Fahrplananpassungen durchgeführt. Daher bitten wir Fahrgäste, sich über die stets aktualisierten Routenplaner – z.B. Anachb.vor.at – am Laufenden zu halten“.

Pressemeldung NÖVOG

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