

Bei dem katastrophale Wetterereignis von 14.- 16. September im Osten Österreichs, war das Gebiet des Wienerwaldes und des Tullnerfeldes besonders betroffen. Der Bahnverkehr auf der Westbahn musste ab 15. September komplett eingestellt werden, da an zahlreichen Stellen durch Überflutungen, Muren und Bäumen die Gleise unpassierbar waren. Das betraf sowohl die alte Westbahnstrecke über den Wienerwald, als auch die Hochgeschwindigkeitsstrecke durch den Wienerwaldtunnel, das Tullnerfeld und das Perschlingtal.
Im Gegensatz zu anderen durch das Wetterereignis gesperrten Strecken, konnte auf der Westverbindung erst am 18. September ein provisorischer Verkehr wieder aufgenommen werden. Dieser konnte allerdings nur über die historische Westbahnstrecke geführt werden. Das auf der vorerst nur eingleisigen Strecke sehr rudimentäre Verkehrsangebot brachte stündlich einen Railjet Zug in der Destination Wien Hauptbahnhof – Salzburg, ein Westbahn Zug in der Destination Wien Westbahnhof – Salzburg und einen Regionalexpress in der Destination Wien Westbahnhof – St. Pölten. Dazu die gleichen Züge in der umgekehrten Richtung.
Somit kamen ausnahmsweise wieder Züge im hochrangigen Personenverkehr auf der alten Westbahnstrecke zum Einsatz. Seit Fertigstellung der NBS verkehrt der Fernverkehr üblicherweise nur mehr auf dieser.
Die Fotos zeigen einen Railjet der ÖBB und einen Zug der Westbahn am 18. September 2024 bei der Durchfahrt durch den historischen denkmalgeschützten Wienerwald- Scheitelbahnhof Rekawinkel.




Weitere Bilder zeigen einen Zweiwegebagger, ein Oberleitungsmontagefahrzeug sowie einen Nahverkehrszug.
Text und Bilder, 18. September 2024, Gernot Galib Stanfel