Die Kommission hat heute das zweite Arbeitsprogramm für den digitalen Teil der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF) „Digital“ angenommen, in dem Umfang und Ziele von EU-finanzierten Maßnahmen zur Verbesserung der digitalen Konnektivitätsinfrastrukturen in Europa festgelegt sind. Diese Maßnahmen werden von 2024 bis 2027 mit rund 865 Mio. EUR gefördert.
Die Verbesserung der europäischen Konnektivitätsinfrastruktur ist von grundlegender Bedeutung für die Verwirklichung der europäischen Ziele der digitalen Dekade 2030, alle Bürger und Unternehmen mit 5G- und Gigabit-Konnektivität zu verbinden. Durch die Förderung öffentlicher und privater Investitionen trägt die CEF Digital zu Konnektivitätsprojekten von gemeinsamem EU-Interesse und zum Aufbau sicherer, sicherer und nachhaltiger Hochleistungsinfrastrukturen wie Gigabit- und 5G-Netzen in der gesamten EU bei.
Margrethe Vestager, Exekutiv-Vizepräsidentin, zuständig für das Ressort „Ein Europa für das digitale Zeitalter“: Die Verbesserung unserer Konnektivität ist in der EU von strategischer Bedeutung. Und mit diesem zweiten Arbeitsprogramm wollen wir mehr Bürger und Unternehmen verbinden und eine innovativere Konnektivitätsinfrastruktur auf den Weg bringen. Im Rahmen des Arbeitsprogramms „Digitales“ werden rund 865 Mio. EUR zur Unterstützung von Maßnahmen für den Aufbau fortgeschrittener Gigabit- und 5G-Infrastrukturen sowie von Backbone-Kabelprojekten investiert."
Mit dem neuen digitalen Arbeitsprogramm der Fazilität „Connecting Europe“ werden Maßnahmen in folgenden Bereichen unterstützt:
• den Aufbau von 5G-Infrastrukturen in Europa, die Kofinanzierung von Großprojekten zur Förderung der Einführung von Gigabit-Infrastrukturen und eigenständigen 5G-Infrastrukturen sowie die Integration von Edge-Cloud- und Rechenkapazitäten in vertikale sektorale Anwendungen wie Gesundheit, Fertigung, Verkehr und Logistik;
• Aufbau und erhebliche Modernisierung von Backbone-Netzen, einschließlich Quantenkommunikationsnetzen und Seekabeln, zur Steigerung der Leistung, Widerstandsfähigkeit und Kapazität von Konnektivitätsnetzen innerhalb und zwischen Mitgliedstaaten sowie zwischen der Union und Drittländern;
• Einführung operativer digitaler Plattformen für Verkehrs- oder Energieinfrastrukturen durch Optimierung des Energieverbrauchs der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und Verringerung ihrer Umweltauswirkungen. Diese operativen digitalen Plattformen werden auf bestehenden und neu entstehenden europäischen Daten-, Cloud- und Edge-Computing- und Konnektivitätsinfrastrukturen aufbauen und diese integrieren, die aus dem Programm „Digitales Europa“ und Horizont Europa finanziert werden.
Das zweite digitale Arbeitsprogramm der Fazilität „Connecting Europe“ wird auch dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen digitalen Ökosystems zu fördern, um die kritischen geopolitischen und geoökonomischen Herausforderungen anzugehen, die unter anderem im Weißbuch „Wie kann der digitale Infrastrukturbedarf Europas bewältigt werden?“ hervorgehoben wurden. Die CEF Digital zielt auch darauf ab, die Kapazität, Sicherheit und Widerstandsfähigkeit digitaler Backbone-Netze, insbesondere von Seekabeln, zu erhöhen. Darüber hinaus wird sie dazu beitragen, öffentliche und private Mittel zu mobilisieren, um die Investitionslücke zu schließen, die den Aufbau leistungsfähiger Netze behindert, die für die Einführung fortschrittlicher Technologien durch Bürger und Unternehmen von entscheidender Bedeutung sind.
Die nächsten Schritte
Die vierte Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen des Programms „Digitales Europa“ der Fazilität „Connecting Europe“ wird in den folgenden Tagen veröffentlicht. Interessierte Interessenträger können auch an Infotagen nach der Veröffentlichung teilnehmen, um mehr über die Prioritäten und Hauptaspekte der Aufforderungen sowie die Bewertungs- und Vergabeverfahren zu erfahren.
Hintergrund
Mit einem Budget von bis zu 2 Mrd. EUR bis 2027 wurden im Rahmen des Digitalprogramms der Fazilität „Connecting Europe“ mit den ersten beiden Aufforderungen bisher 65 Projekte finanziert, darunter 30 Backbone-Konnektivitätsprojekte für die Digital Global Gateways, 17 Projekte zur Förderung von 5G für intelligente Gemeinschaften und 18 Projekte im Bereich der grenzüberschreitenden 5G-Korridore.
Die Fazilität „Connecting Europe Digital“ unterstützt den digitalen Wandel in Europa und ist Teil des Gesamtprogramms der Fazilität „Connecting Europe“, mit dem von 2021 bis 2027 Investitionen in transeuropäische digitale Netze, Verkehrs- und Energienetze im Wert von 33,7 Mrd. EUR unterstützt werden.
Pressemeldung EU-Kommission