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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:10

Dänemark: Folketingsmehrheit stellt Weichen für Elektrozüge für 11 Mrd. Kronen

Vectron E Lok

Neben bereits 26 bestellten Loks des Typs Siemens Vectron sollen 16 weitere Maschinen dieses Typs beschafft werden, die Wagenzüge im Regionalverkehr befördern sollen, aber auch für den grenzüberschreitenden Verkehr nach Deutschland eingesetzt werden können, denn sie besitzen Technik für deutschen wie dänischen Bahnstrom. Foto Siemens.

In Kopenhagen sind die Weichen für eine grundlegende Modernisierung des Fahrzeugparks der Dänischen Staatsbahnen (DSB) gestellt worden. Die Regierung hat sich mit Sozialdemokraten, Dänischer Volkspartei, Radikalen, Alternativen und SF auf ein Milliardenprogramm zur Beschaffung von dringend benötigten elektrischen Triebwagen und elektrischen Lokomotiven verständigt. Bis 2024 sollen die neuen Fahrzeuge für den Betrieb zur Verfügung stehen, mit denen der akute Fahrzeugmangel im Fernverkehr aufgrund der Überalterung der Triebwagenflotte und der Untauglichkeit der IC4-Triebwagen im Betriebsalltag behoben werden kann.

Es sollen mindestens 100 elektrische Triebwagen gekauft werden, die nach früheren Vereinbarungen bis zu 200 Stundenkilometer schnell fahren können. Es besteht auch eine Option für Versionen mit Tempo 250, immerhin wird im kommenden Jahr eine Schnellfahrstrecke zwischen Kopenhagen und Ringsted eröffnet, die diese hohe Geschwindigkeit zulässt.

Laut Zeitschrift Ingeniøren sollen für die neuen elektrischen Züge elf Milliarden Kronen bereitgestellt werden.

Zum jetzt beschlossenen Beschaffungsprogramm zählt auch der Kauf von 40 bis 56 Personenwaggons. Diese werden voraussichtlich von den neuen Vectron-Loks gezogen.

In der Pressemitteilung des dänischen Transportministeriums heißt es, dass die neuen Fahrzeuge eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn beim internationalen Zugverkehr über die Fehmarnbelt-Verbindung zulassen.

Die neuen Waggons sollen bereits 2022 eingesetzt werden können. Über einen Einsatz auf der Jütland-Route lässt das Ministerium nichts verlauten, immerhin muss auch der internationale Verkehr während der Bauphase im Fehmarnbelt gewährleistet werden, die mit Sperrungen der Strecke Lübeck-Puttgarden-Rødby über viele Jahre verbunden sein dürfte.

Die Umstellung auf elektrische Züge erfordert allerdings auch, dass die Elektrifizierung der Bahn-Hauptstrecken zwischen Fredericia, Århus und Aalborg zügig verwirklicht wird. Streitpunkt ist dort das Konzept des Bahnausbaus mit Mitteln des „Zugfonds“ Bisher laufen nur Vorbereitungen.

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