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Donnerstag, 14 Juni 2018 07:05

Spanien: Busunternehmen Alsa beginnt im September mit der Ausbildung eigener Lokführer

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Foto Alsa.

Das spanische Busunternehmen Alsa wird im kommenden September mit der Ausbildung eigener Lokführer beginnen. Das Unternehmen, das zum britischen Konzern National Express gehört, beginnt die Ausbildung von Eisenbahnpersonal damit rechtzeitig vor der Öffnung des Personenzugverkehrs in Spanien für den Wettbewerb im Jahr 2020, berichtet die Nachrichtenagentur Europapress.

Am ersten Kurs können 20 Auszubildende teilnehmen. Die Ausbildung ist theoretisch und praktisch, dauert elf Monate und kostet nach Angaben des Unternehmens 22.500 Euro. Interessenten für die Ausbildung zum Lokführer müssen über zwanzig Jahre alt sein und über ein Bakkalaureat oder eine technische Berufsausbildung verfügen. Darüber hinaus müssen sie eine psycho-physische Untersuchung bestehen und bestimmte allgemeine Fachkenntnisse durch Einstufungstests nachweisen. Sie erhalten die erforderliche Lizenz, um sowohl Personen- als auch Güterzüge auf dem Adif-Schienennetz fahren zu dürfen.

Alsa ist bereits seit 2013 als privater Eisenbahnbetreiber zugelassen und betreibt als erstes privates Unternehmen seit 2017 den Touristenzug "Felipe II" zwischen Madrid und El Escorial. Nun kann das Bus-Personenverkehrsunternehmen nicht nur als Bahnbetreiber tätig sein, sondern auch Arbeitnehmer für die Erbringung von Dienstleistungen in diesem Bereich ausbilden, sowohl für das Unternehmen selbst als auch für Dritte.

Alsa wird Lokführer ausbilden, zu einer Zeit, in der die Nationale Kommission für Märkte und Wettbewerb (CNMC) vor kurzem vor dem Mangel an dieser Art von Fachkräften und dessen Auswirkungen auf den bisher liberalisierten Schienengüterverkehr warnte.

WKZ, Quelle Europapress, Alsa

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Letzte Änderung am Mittwoch, 13 Juni 2018 20:38

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