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Freitag, 15 Juni 2018 07:00

Spanien: Renfe will Büro in den Vereinigte Staaten eröffnen

Renfe arbeitet zum Einstieg in den Personenzugmarkt an der Eröffnung eines Büros in den USA. Wie Europa Press unter Berufung auf Quellen aus der Branche berichtet, ist dies Teil der Internationalisierungsstrategie des Bahnbetreibers, die darauf abzielt, neue Einnahmequellen im Falle möglicher Verluste auf dem spanischen Markt bei der Öffnung des Personenverkehrs für den Wettbewerb im Jahr 2020 zu erschließen.

Mit der Eröffnung seines Büros in den USA verfügt Renfe bereits über ein Portfolio von in Frage kommenden Projekten. Eines ist eine Beteiligung am Hochgeschwindigkeitsprojekt zwischen Houston und Dallas in Texas, hinter dem eine Initiative des privaten Sektors steht, die von einem Investmentfonds angetrieben wird. Die Bahngesellschaft hat sich bereits mit den Projektträgern in Verbindung gesetzt, um die Aussichten für eine Zusammenarbeit zu analysieren, mit dem Ziel, den zukünftigen Zug zu betreiben. Auch eine Beteiligung an der vorgeschlagenen Hochgeschwindigkeitsstrecke in Ontario (Kanada) käme in Frage.

Renfe hatte sich bereits im vergangenen Jahr um einen ersten Auftrag in den USA beworben, der den zukünftigen Betrieb der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Los Angeles und San Francisco in Kalifornien betraf. Der Betreiber geht davon aus, dass er im Wettbewerb um diesen Auftrag, bei dem er nach der Deutschen Bahn an zweiter Stelle stand, Erfahrungen, Beziehungen und Kontakte gewonnen hat. Diese könnten bei der Analyse künftiger möglicher Projekte hilfreich sein.

Die USA sind eines der wichtigen strategischen Länder in der Internationalisierungsstrategie der Renfe, zusammen mit Großbritannien und Lateinamerika. Als erstes internationales Geschäft geht die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Mekka nach Medina im kommenden September in Betrieb.

WKZ, Quelle Europapress, The Corner

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