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Samstag, 23 Juni 2018 07:00

Spanien: Neuer Mobilitätsplan der Balearen zur Stärkung des Eisenbahnnetzes

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Die Präsidentin der Balearen, Francina Armengol, und der Regionalminister für Energie und Mobilität, Marc Pons, haben am 20.06.18 den neuen Mobilitätsplan 2019-2026 für die Baleraren (Pla Director Sectorial de Mobilitat de les Illes Balears, PDSM) vorgestellt, der den Anteil der Fahrten mit Privatfahrzeugen von derzeit 56 % um etwa 20 auf 36 % reduzieren soll, indem das öffentliche Verkehrsnetz ausgebaut wird.

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"Mobilität wurde immer im Hinblick auf den Ausbau des Straßennetzes betrachtet, aber das Ziel, das jetzt vorgeschlagen wird, ist ein anderes: die Entlastung des derzeitigen Straßennetzes auf den vier Inseln. Dafür soll es in acht Jahren weniger Individualverkehr auf der Straße geben", betonte Francina Armengol, die auch die Auswirkungen hervorhob, die sich im Hinblick auf die Verringerung der Umweltverschmutzung und die Verbesserung der Energieeffizienz ergeben werden.

Die Maßnahmen des Mobilitätsplans sind:

• Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes mit Schwerpunkt auf der Verbesserung des kollektiven Straßenverkehrs und der Planung neuer Eisenbahnnetze.

• Ausschreibung für die Vergabe einer neuen Buskonzessionen ab 2019 mit einer 50%igen Erhöhung des Angebots auf Mallorca. Von den anderen Inseln wird erwartet, dass auch sie ihr Angebot stärker ausbauen.

• Erstellung einer neuen Eisenbahnkarte, die das bestehende Netz vervollständigt und ein wichtiges Instrument zur Verringerung der Belastung auf einigen Zufahrtsstraßen nach Palma sein wird. In diesem Sinne wird vorgeschlagen, die Linien von Palma über Inca nach Sa Pobla und Manacor bis nach Alcúdia, Cala Ratjada und Artà zu verlängern. Eine Neubaustrecke soll zudem von Palma de Mallorca nach Llucmajor führen. Eine Straßenbahn nach Santa Ponça westlich von Palma vervollständigt die Eisenbahnkarte.

• Integration der Metro in das Stadtgebiet von Palma durch Verlängerung der bestehenden Linie zwischen Plaça d'Espanya und der Balearen-Universität (UIB) bis zum Technologiepark Parcbit und einer Abzweigung zum Landeskrankenhaus Son Espases im Norden von Palma.

• Schaffung von 50 km Busspuren (Bus-VAO) im Fall von hoher Verkehrsdichte auf den Straßen.

• Parkplätze zur Erleichterung der Einfahrt in städtische Zentren mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

• Tarifintegration aller Inseln.

WKZ, KAR, Quelle Regierung

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Letzte Änderung am Freitag, 22 Juni 2018 16:00

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