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Freitag, 22 Juni 2018 12:06

Großbritannien: Zweiwege-Hubbühne macht sich selbstständig

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Am Freitag, den 8. Juni 2018, machte sich ein Zweiwege-Wartungsfahrzeug ungewollt auf die Fahrt in Richtung Terminalstation Bradford Interchange. Das Wartungsfahrzeug war eine mobile Hubarbeitsbühne, die sowohl mit Gummirädern für den Straßenbetrieb als auch mit Stahlschienenrädern für den Betrieb auf der Schiene ausgestattet war.

In dieser Nacht sollten Prüfungsarbeiten auf einem Gleisabschnitt erfolgen, der vorübergehend für den normalen Zugverkehr gesperrt war. Der Ausreißer startete am Übersetzpunkt Britannia Street, der eine ebene Fläche für das Manövrieren von Zweiwegefahrzeugen auf die Strecke bietet. Dieser Übersetzpunkt befindet sich auf einem Bahnabschnitt, der mit einem Gefälle von 1:50 zum Bahnhof hin abfällt.

Kurz nach 01:30 Uhr wurde das Zweiwegefahrzeug von seinen gummibereiften Straßenrädern auf seine Schienenräder gesetzt. Bei diesem so genannten On-Tracking steuerte der Maschinenbediener die Maschine über eine Fernbedienung, die über ein Kabel mit der Maschine verbunden war. Als die Schienenräder auf das Gleis abgesenkt wurden, begann das Fahrzeug die Steigung hinunter zum Bahnhof zu rollen, wo es etwa nach 340 m und vor dem Erreichen der Puffer am Ende des Bahnsteigs zum Halten kam.

Niemand war an Bord des Fahrzeugs. Der Maschinenbediener und Kontrolleur versuchten, den Ausreißer zu stoppen. Sie waren dazu nicht in der Lage, aber sie liefen während der Fahrt neben der Maschine her, um andere Mitarbeiter in der Umgebung zu warnen.

Erste Hinweise deuten darauf hin, dass sich das Fahrzeug in Bewegung setzte, weil die Aufgleisung nicht korrekt durchgeführt wurde und die Schienenradbremsen nicht genügend Bremskraft aufbrachten. Die Eisenbahnunfalluntersuchungsstelle RAIB wird den Vorfall näher untersuchen.

WKZ, Quelle RAIB

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Letzte Änderung am Freitag, 22 Juni 2018 12:08

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