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Montag, 25 Juni 2018 07:10

Großbritannien: East Coast Main Line steht wieder unter staatlicher Kontrolle

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Im neuen LNER-Branding erwartet das übernommene Personal die Fahrgäste. Foto LNER.

Der Schienenverkehr auf der East Coast Main Line steht nach dem Scheitern der Konzession unter staatlicher Kontrolle. Stagecoach und Virgin Trains, die zu 90% bzw. 10% an dem Unternehmen beteiligt waren, übergaben die Kontrolle am Sonntag (24.06.18) an LNER, nachdem sie das Franchise seit 2015 betrieben hatten.

Der Dienst wird bis zum Beginn eines neuen Public-Private-Partnership-Modells im Jahr 2020 vom Last Resort des Department for Transport (DfT) unter dem Markennamen London North Eastern Railway (LNER) betrieben. Der erste LNER-Zug verließ Newcastle am Sonntag um 07:54 BST (British Summer Time) und sollte um 10:52 Uhr in Londoner King's Cross ankommen.

Der Geschäftsführer David Horne von Virgin Trains East Coast (VTEC) wird in der gleichen Funktion bei LNER tätig sein und alle VTEC-Mitarbeiter werden in das staatliche Unternehmen wechseln. LNER wird 8 Mio. GBP für Marketing, Rebranding, IT-Systeme und Personal investieren.

Dies ist das dritte Mal, dass ein Franchise auf der East Coast Main Line gescheitert ist. Im Jahr 2005 unterzeichnete GNER einen 10-Jahres-Vertrag über 1,35 Mrd. GBP, der ein Jahr später beendet wurde, nachdem die Muttergesellschaft in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Im August 2007 vereinbarte "National Express East Coast" (NXEC) einen Vertrag über 1,4 Mrd. GBP und zog sich 2009 aus dem Vertrag zurück. Stagecoach und Virgin gaben im Jahr 2015 schließlich ein Angebot über 3,3 Mrd. GBP ab, hatten die Rentabilität der Strecke überschätzt und fuhren Verluste ein.

WKZ, Quelle BBC, ITV

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Letzte Änderung am Sonntag, 24 Juni 2018 19:51

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