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Mittwoch, 27 Juni 2018 09:03

Frankreich: Eisenbahnreform wird heute erlassen, zwei Gewerkschaften wollen weiterstreiken

Während heute und morgen (27. und 28.06.2018) die zwei letzten der seit dem 03.04.2018 "perlenförmig angeordneten" Streiktage gegen die Bahnreform stattfinden, haben sich zwei der vier in der SNCF vertretenen Gewerkschaften (CGT und SUD-Rail) für eine Fortführung der Streiks entschlossen, während CFDT und UNSA zumindest während der Ferien nicht mehr streiken wollen. Der französische Präsident Emmanuel Macron wird die Reform heute Nachmittag im Ministerrat erlassen.

Die Verbandsversammlung von SUD-Rail hat am Dienstag, (26.06.2018) beschlossen, die Eisenbahner zu Beginn der Schulferien am 6. und 7. Juli zum Streik aufzurufen. "In Übereinstimmung mit unserem bisherigen Mandat fordern wir die Fortsetzung des Kampfes für den Rückzug des Eisenbahnpakts", sagte Fabien Dumas, Verbandssekretär von SUD-Rail. Am Freitag, dem 6. und Samstag, dem 7. Juli, werden die Eisenbahner "in den Generalversammlungen über die Folgemaßnahmen für den Sieg der Bewegung debattieren", fügte er hinzu.

Im Anschluss an diese Ankündigung beschlossen die CGT-Cheminots nach einem intersyndikalen Treffen in Paris, ebenfalls am 6. und 7. Juli zum Streik aufzurufen. Die Streiktage "können auf Urlaubstage gesetzt werden, aber nicht ausschließlich und vor allem", denn "es ist nicht unser Hauptziel", sagte der Generalsekretär Laurent Brun.

Die CFDT-Cheminots hingegen beschlossen am Dienstag im Verbandsrat eine "Aussetzung" des Streiks nach Donnerstag und "während der gesamten Sommerperiode". Die Idee sei aber, "die Mobilisierungsressourcen zu Beginn des Schuljahres beizubehalten", denn "die kommenden sozialen Verhandlungen werden lang und komplex sein", so Sébastien Mariani, stellvertretender Generalsekretär der CFDT-Cheminots.

WKZ, Quelle Le Monde, Dernières Novelles d'Alsace

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Letzte Änderung am Mittwoch, 27 Juni 2018 09:16

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