Mit Hilfe privater Gelder könnte eine Kattegatbrücke von Seeland in den Raum Aarhus als Straßen- und Schienenverbindung gebaut werden. Das hat das Kattegatkomitee gegenüber der Zeitung Politiken erklärt. Allerdings müsste die öffentliche Hand die Landanbindungen der Brücke bezahlen.
Transportminister Ole Birk Olesen (LA) reagiert ablehnend auf das Angebot. Allein die Landanlagen würden 24 Mrd. DSK (3,22 Mrd. Euro) kosten. Er hält den Bau einer Bahnverbindung über den Kattegat für zu teuer. Nur eine reine Straßenverbindung von Seeland nach Jütland sei realistisch.
Der Vorsitzende des Kattegatkomitees, der frühere Umweltminister Jens Kampmann (Soz.), ist derzeit nicht bereit, die Namen der potenziellen Investoren zu nennen, die eine Bahn-Straßen-Verbindung finanzieren würden, wenn der Staat die Kosten für die Anbindungen übernehmen würde. Allerdings hatten mehrere Pensionskassen bereits Interesse bekundet.
Transportminister Ole Birk Olesen (LA) hatte im vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe gebildet, die das Projekt einer reinen Straßenbrücke untersuchen sollte. Dies wäre allerdings klimapolitisch fragwürdig, weil damit der Bahnverkehr abgehängt würde.
Der sozialdemokratische Verkehrssprecher Rasmus Prehn meinte, dass eine reine Straßenbrücke ein „Genickschuss“ für die Bahn mit künftigen Hochgeschwindigkeitszügen wäre.
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