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Donnerstag, 28 Juni 2018 07:10

Dänemark: Analyse zu zweiter Øresundverbindung bestellt

Schon seit Jahrhunderten gab es Planungen, eine feste Verbindung an der engsten Stelle des Øresunds zwischen Helsingør auf der dänischen Insel Seeland und der Stadt Helsingborg auf der schwedischen Seite zu bauen. Eine feste Verbindung wurde im Jahr 2000 jedoch nicht zwischen den nur vier Kilometer entfernt voneinander liegenden Städten gebaut, sondern zwischen Kopenhagen und Malmö, den größten Städten am Øresund, was den Bereich Nordseeland auch vor zusätzlichen Verkehrsbelastungen bewahrt hat.

Oeresundplaene

Bildtext: Der nördliche Øresund ist gerade einmal vier Kilometer breit. Eine feste Querung wäre technisch möglich. Abbildung: Vejdirektoratet.

Doch seit Jahren fordern die Wirtschaft und die Kommunen zu beiden Seiten des nördlichen Øresunds den Bau einer zweiten Querung. Nun haben die staatliche dänische Straßenbaubehörde Vejdirektoratet und die schwedische Verkehrsbehörde Trafikverket eine Analyse in Auftrag gegeben, die erkunden soll, ob sich eine Straßenverbindung oder eine Bahn/Straßenverbindung zwischen Helsingør und Helsingborg rentieren würde. Auch sollen Umweltkonsequenzen durch das Gutachten erkundet werden.

Im Mittelpunkt stehen mögliche Linienführungen und vor allem auch die Finanzierung. Dabei geht es darum, ob eine Nutzerfinanzierung möglich wäre.

Derzeit befördern Fähren Autos zwischen Schweden und Dänemark über den Sund. Der Transport von Bahnwaggons für Reisende endete 2000.

An der Engstelle herrscht im Øresund oft starke Strömung. Er ist dort 40 Meter tief.

Der Øresund bei Helsingør hatte einst eine wichtige Funktion, weil Dänemark dort seit 1426 von Schiffen den Sundzoll kassierte. Erst 1857 versiegte diese lange für die dänische Staatskasse wichtige Einnahmequelle.

Eine zweite feste Øresundverbindung würde die Reisezeiten zwischen Kopenhagen und Norwegen und den Bereich Göteborg deutlich verkürzen.

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Letzte Änderung am Mittwoch, 27 Juni 2018 14:46

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