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Donnerstag, 28 Juni 2018 09:23

Spanien: Renfe will trotz Verlusten im ersten Quartal 2018 am Ende des Jahres Gewinne schreiben

Renfe musste nach dem erstmaligen Erreichen der Gewinnzone im Jahr 2017 zu Beginn des Jahres 2018 erneut Verluste hinnehmen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden rote Zahlen von 1,2 Mio. Euro verzeichnet, die durch den Güterverkehr und das Werkstattgeschäft beeinflusst wurden. Trotzdem ist man guter Hoffnung, am Ende des Jahres ein positives Ergebnis zu erreichen.

Der Bereich Personenverkehr erwirtschaftete dank des Anstiegs durch den AVE-Betrieb weiterhin einen Gewinn von 7,7 Mio. Euro, der jedoch die Verluste aus dem Frachtgeschäft in Höhe von 9,35 Mio. Euro und aus dem Industriebereich in Höhe von 4,3 Mio. Euro nicht ausgleichen konnte. Wie das wirtschaftsblatt El Economista berichtet, geht Renfe jedoch davon aus, die Gesamtverluste im weiteren Jahresverlauf ausgleichen zu können und damit Ende 2018 den zweiten Gewinn in Folge zu erzielen. Tatsächlich liegen die Verluste in diesem Jahr bis April um 80% niedriger als ein Jahr zuvor.

Darüber hinaus verzeichnete der öffentliche Betreiber ein positives Ebitda von 132 Mio. Euro, das dem des Vorjahres entspricht, so die Bilanz des Konzerns für die ersten vier Monate, zu denen die Nachrichtenagentur Europa Press Zugang erhielt. Auf operativer Ebene steigerte Renfe zwischen Januar und April seinen Umsatz um 20,8% auf 1,27 Mrd. Euro, wobei der größte Teil auf den Personenverkehr entfiel.

Die AVE- und Fernverkehrszüge erzielten einen Umsatz von 452 Mio. Euro (+3,2%), nachdem die Zahl der beförderten Personen auf 10,66 Mio. (+4,1 %) gestiegen war. Davon entfallen 7 Mio. auf AVE-Dienste (+3,8%) und 3,7 Mio. (+4,5%) auf die übrigen Dienste, wie Alvia- oder Altaria. Die bestellten Cercanías- und Media-Distancia-Fahrten erwirtschafteten 249 Mio. Euro (+3,6%) mit 156 Mio. (+3%) Fahrgästen.

Der dezeit sich in einem Restrukturierungsplan befindene Güterverkehr schloss im April trotz um 5,3% geringerer Aufwendungen mit einem Verlust von 9,35 Mio. Euro ab, nachdem der Umsatz auf 72,9 Mio. Euro (-4,8 %) fiel.

Auch die Aufwendungen für das AVE-Projekt Mekka stiegen um 12,6% und beliefen sich bis April auf 11 Millionen Euro.

Die von Renfe an Adif für die Nutzung von Gleisen, Bahnhöfen und anderen Bahnanlagen gezahlten Gebühren verdoppelten sich auf 406 Mio. Euro, in denen auch die Gebühren für Cercanías- und Media-Distancia-Züge enthalten sind. Diese neuen Gebühren haben jedoch keinen Einfluss auf das Ergebnis, da sie die Einziehung der öffentlichen Subventionen betreffen, die der Staat bisher direkt an Adif für die Instandhaltung der konventionellen Strecken gezahlt hat.

Die Verschuldung zum Ende des letzten Quartales betrug 4,411 Mrd. Euro (+7,1%).

WKZ, Quelle El Economista

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