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Freitag, 06 Juli 2018 07:05

Frankreich: Grands Départs starten mit Streiks

Wie jedes Jahr im Sommer bereitet sich die SNCF auf das erste Sommerferienwochenende vor - genannt "Grands Départs". Mehr als 600 TGV-Züge verkehren von Freitag bis Sonntag (06. bis 08.07.18) täglich von Paris aus zu touristischen Zielen wie Marseille, Nizza, Montpellier, Perpignan, Bordeaux oder Rennes. Bei diesen Urlaubszielen verspricht die SNCF eine nahezu 100-prozentige Durchführung der Verkehre.

Doch zwei Gewerkschaften des Unternehmens, CGT-Cheminots und SUD-Rail, haben für Freitag und Samstag zum Streik aufgerufen. Diese werden zu Störungen vor allem im TER- und Intercités-Verkehr führen.

Für diesen Freitag plant die SNCF, insgesamt 4 von 5 TGV fahren zu können. Ebenso werden 4 von 5 Ouigo im Umlauf sein. Nur auf der Atlantikroute ist man bestrebt, einen fast ungestörten Verkehr anbieten zu können. Dafür werden auf den Querverbindungen, die nicht Paris durchfahren, nur drei von vier Zügen verkehren.

Bei internationalen Zügen wird der Verkehr für Eurostar (nach England) und Thalys (nach Belgien, den Niederlanden und Deutschland) normal sein, während nur jeder zweite Lyria-Zug (in die Schweiz) verkehren wird. Auf der Verbindung Frankreich - Spanien wird der Verkehr normal sein, auf der Verbindung Frankreich - Deutschland fast normal. Zwischen Frankreich und Italien werden zwei von drei TGV fahren.

Im Intercités-Verkehr werden es durchschnittlich 2 von 3 Zügen sein. Zwei von drei Zügen fahren auf den Achsen Paris - Rouen - Le Havre, Paris - Caen - Cherbourg und Bordeaux - Marseille, drei von fünf Zügen auf der Achse Paris - Limoges - Toulouse, drei von vier Zügen Paris - Clermont und einer von drei Zügen Paris - Nevers. Auf den Achsen Paris - Granville und Nantes - Bordeaux wird der Verkehr "normal" sein, auf den Achsen Paris - Amiens - Boulogne und Paris - Saint-Quentin - Maubeuge "fast normal", kündigt die SNCF an. Auf den anderen Intercités-Linien verkehren keine Züge.

Bei den Transilien- und RER-Verkehren muss man mit 3 von 4 bis 2 von 5 Zügen rechnen. Für Urlauber ist die Gefahr von Störungen daher auf den Verbindungsstrecken und bei Umsteigsfahrten zwischen TGV und TER am größten.

WKZ, Quelle SNCF, Les Echos

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