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Montag, 16 Juli 2018 08:58

Italien: Aufspaltung von Trenord nach dem Pariser Modell

Trenord wird nach dem Pariser Modell in zwei getrennte Unternehmen aufgespalten, um Investitionen zu sichern und den Service zu verbessern. Dies kündigte der Präsident der Region Lombardei, Attilio Fontana, nach Gesprächen mit dem Geschäftsführer der Staatsbahn FS Italiane, Renato Mazzoncini, am 10.07.18 an.

Die Strukturänderungen der werden auch zu einem neuen Namen und zu einer neuen Farbgebung des Rollmaterials führen, die sich laut Fontana "wahrscheinlich sehr stark von derjenigen unterscheiden wird, die derzeit verwendet wird, um sich von einer als erfolglos eingestuften Marke zu distanzieren."

Trenord befindet sich derzeit im Besitz von FNM und Trenitalia (50:50) und betreibt den Regionalverkehr der Lombardei. Aus ordnungspolitischer Sicht wird eine positive Wettbewerbsregelung durch die Aufteilung des Regionalverkehrs in zwei verschiedene auf dem Markt tätige Eisenbahnunternehmen nach dem Pariser Modell des Regionalexpressnetzes umgesetzt. Die Region Lombardei wird mit 45 % hauptsächlich den Dienst auf den Vorortsstrecken durchführen, 55 % der Linien werden von Trenitalia übernommen.

Der regionale Eisenbahnverkehr wird als Vorortverkehr (Suburbani, S) und Regionalverkehr (Regionali, R) mit unterschiedlichen Merkmalen in Bezug auf Frequenz, Engmaschigkeit, Verkehrsgeschwindigkeit und Art des rollenden Materials eingestuft. Die meisten S-Linien nutzen die unterirdische Mailänder Durchgangsverbindung (Passante ferroviario di Milano), die eine ergänzende Rolle zum U-Bahn-Netz spielt.

"Die Unterscheidung der Dienstleistungen", so Fontana, "begünstigt die Spezialisierung und damit die Effizienz des einzelnen Eisenbahnunternehmens in Bezug auf Zugart, Wartung, Wagen- und Personenschichten, Nutzung der dedizierten Infrastruktur, allgemeines Serviceniveau".

In Bezug auf den Dienstleistungsaspekt wird die Region als Regulierungsbehörde die Parameter für den angemessenen Zustand der Flotte festlegen. Trenitalia wird daher in neues Rollmaterial investieren müssen, um das Durchschnittsalter der beiden Flotten auszugleichen, das heute im Regionalverkehr bei etwa 10 Jahren liegt, während das der FS-Züge etwa 40 Jahre alt sind. Darüber hinaus konsolidieren Fnm und Trenitalia ihre jeweiligen Umsätze in ihren Abschlüssen.

Bei der Wartung mit spezialisierten Flotten, unterschieden nach der Art der Dienstleistung, wird es möglich sein, eine höhere Effizienz bei der Verfügbarkeit und den Wartungskosten zu erreichen.

Der Präsident hat bereits den Zeitplan der Umstellung beschrieben:

1) Bis zum 30. Juli wird eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, in der die Phasen der Neuordnung festgelegt in drei Arbeitsgruppen festgelegt werden: a) die erste legt den Umfang der den beiden Unternehmen übertragenen Tätigkeiten fest, b) die zweite den Weg rechtlicher Art und c) die dritte die Bedingungen künftiger Dienstleistungsverträge.

2) Sofortige Änderung in der Verwaltung von Trenord mit dem Auslaufen aller Gesellschaftervereinbarungen und Aufbau eines neuen Managements.

3) Änderung der Struktur am Besitz von Trenord, der derzeit vollständig von FNM kontrolliert wird.

4) Aufnahme von Gewerkschaftsverhandlungen.

5) Teilweise Übertragung des aktuellen Dienstleistungsvertrages an Trenitalia, vorbehaltlich der Definition der Tätigkeitsbereiche.

6) Sofortige Vorabinformation der EU zur direkten Abschluss von Dienstleistungsverträgen für die Dauer von 10 + 5 Jahren.

7) Ausarbeitung von Serviceverträgen.

GK, WKZ, Quelle Region Lombardei

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