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Montag, 30 Juli 2018 07:05

Spanien: Katalanischer Teil des Mittelmeerkorridors soll bis 2020 fertiggestellt sein

Adif wird versuchen, alle angekündigten Bauzeiten "retten" zu können, um den katalanischen Teil des Mittelmeerkorridors bis 2020 fertig zu stellen. Dies hat die neue Präsidentin von Adif, Isabel Pardo de Vera, am sonntag (29.07.18) in einem Interview mit der spanischen Nachrichtenagentur Efe versichert, in dem sie auch erklärt, dass sie plant, in diesem Jahr Aufträge in Höhe von fast 2 Mrd. Euro für Projekte des konventionellen und Hochgeschwindigkeitsnetzes auszuschreiben, bei denen die Strecke Murcia - Almería den größten Anteil auf den Haushalt haben wird.

Hinsichtlich des Zeitplans für die Inbetriebnahme neuer Abschnitte im AVE-Betrieb sagte sie, dass es "gewagt" und "töricht" sei, Termine für die Inbetriebnahme vorzuziehen, obwohl sie anerkannte, dass die Abschnitte Vandellós - Tarragona und Antequera-Granada am weitesten fortgeschritten seien.

Unter den größten Ausschreibungen, die in diesem Jahr erwartet werden, zählen neben Murcia - Almería die Umgestaltung des nördlichen Gleisfeldes von Chamartín für etwa 120 Mio. Euro oder die Ausarbeitung aller noch nicht ausgeschriebenen Projekte in der Extremadura zwischen Talayuela und Plasencia, deren Horizont von Ende des Jahres bis Anfang 2019 reicht und die sich auf etwa 600 Mio. Euro belaufen. Mehrere Abschnitte des baskischen Y im Bereich Bergara seien auch noch nicht ausgeschrieben worden.

Für das konventionelle Netz werden mehr, aber kleinere Aufträge ausgeschrieben. Hier wurde der Masterplan für die Strecke Sagunt - Teruel - Zaragoza, die in Etappen ausgeschrieben wird, hervorgehoben. Die Renovierungen Mérida - Puertollano, San Pablo - Almoraima sowie Algeciras - Bobadilla stehen ebenfalls auf dem Programm.

Nach der Inbetriebnahme neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken gefragt, erinnerte Isabel Pardo de Vera daran, dass sich Vandellós - Tarragona, Antequera - Granada und bei Madrid auch Atocha - Torrejón de Velasco in Testversuchen befinden und dass die erste Phase von Zamora - Pedralba in diesem Jahr abgeschlossen sein wird, um die Tests zu beginnen.

Für Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Atocha und Torrejón de Velasco räumte Pardo de Vera ein, dass Störungen in Bezug auf das Stellwerk von Chamartín die Ausbildung der Lokführer einige Monate verzögert haben. Auf der Strecke zwischen Antequera und Granada seien die Tests dagegen gut verlaufen, so dass im Laufe des Sommers ein mögliches Datum zur Inbetriebnahme erwartet werden kann.

WKZ, Quelle Inversión Finanzas

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