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Donnerstag, 02 August 2018 07:05

Frankreich/Spanien: Großmarkt Rungis plant Rollende Landstraße nach Barcelona

Seit seiner Gründung verfügt der Großmarkt Rungis (Marché d'intérêt national, MIN) über einen Eisenbahnanschluss und einen Bahnterminal. Semmaris, die Verwaltungsgesellschaft, sucht nun öffentliche Beihilfen für den Bau einer Rollenden Landstraße (autoroute ferroviaire) zwischen Rungis und Barcelona, die täglich zwischen 300 und 500 Lkw einsparen könnte.

Seit der Gründung des Marktes im Jahr 1969 existiert ein Bahnterminal. 20 % der Obst- und Gemüsetonnage oder 200.000 t pro Jahr kommen auf der Schiene an. Gegenwärtig gibt es eine Kühlzuglinie zwischen dem MIN und Perpignan mit einer täglichen Hin- und Rückfahrt von 130 km/h, aber der Zug fährt nicht beladen zurück nach Süden. Die Idee ist, eine neue "Rollende Landstarße" zu schaffen, die täglich gekühlt drei bis fünf Rundfahrten mit 50 LKW-Aufliegern pro Zug macht.

Damit die Infrastruktur rentabel wird, ist der Rücklauf entscheidend. Größenordnungsmäßig ist von 1.700 Zügen pro Jahr und 60.000 Lkw die Rede, die im Laufe des Jahres transportiert werden. David Bourganel, Direktor für Strategie und Entwicklung bei Semmaris, spricht gegenüber Le Parisien von täglich 300 bis 500 eingesparten Lkw, d.h. 69.000 t CO2. Für die Spediteure wären das 15 % weniger Transportkosten als auf der Straße.

Es bleibt die Frage der Finanzierung. 37 Mio. Euro werden für die Anpassung des Terminals benötigt, 45 Mio. Euro für Rollmaterial und 27 Mio. Euro für Arbeiten in Barcelona. Für David Bourganel "ist dies eine regionale Infrastruktur, die öffentliche Unterstützung erfordert". Die Region, der Staat und die Europäische Union müssen daher im Oktober angerufen werden. Semmaris möchte Ende des Jahres eine Ausschreibung starten, um ein begleitendes Unternehmen zu finden.

WKZ, Quelle Le Parisien

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Letzte Änderung am Dienstag, 31 Juli 2018 18:22

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