english

Dienstag, 14 August 2018 17:20

Italien: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt - bisher 35 Menschen gestorben [Update]

genuapolgen

Foto Vigili del Fuoco, Polizia di Stato.

In der italienischen Hafenstadt Genua ist heute ein Teil der Brücke Ponte Morandi der Autobahn A10, die Genua mit Savona und Ventimiglia verbindet, während eines Unwetters eingestürzt. Die Brücke verläuft über dem Fluss Polcevera, aber einige Brückenteile fielen auch auf Häuser und Industriehallen, auch ein Umschlagbahnhof befindet sich unterhalb der Brücke.

bru
ukl1ugl2

Fotos Polizia di Stato, Federazione Uglvvf.

Der Unfall, der sich kurz vor Mittag ereignete, war wahrscheinlich auf einen strukturellen Einsturz des Viadukts zurückzuführen, der den Fluss Polcevera und eines der bevölkerungsreichsten Viertel der Stadt überragt. Zur Zeit der Tragödie erlebte das Gebiet einen heftigen Wolkenbruch. Dutzende von Autos wären nach Angabe der Polizei abgestürzt. Die Zahl der Todesopfer ist nach Angaben der Feuerwehr auf 35 gestiegen. Laut den Rettungskräften besteht die Gefahr, dass auch andere Teile der Brücke einstürzen, weshalb jetzt Menschen aus allen umliegenden Gebäuden aufgefordert wurden, das Gelände zu verlassen.

Im April startete Autostrade per l'Italia eine Ausschreibung für die "strukturelle Nachrüstung (eine Art tiefgreifende Umstrukturierung) des Polcevera-Viadukts" auf der A10 Genua - Savona. Die im Amtsblatt veröffentlichte Bekanntmachung vom 27. April sah ein nicht offenes Verfahren mit einem Auftragswert von mehr als 20 Mio. Euro vor. Die Anträge auf Teilnahme wurden bis zum 11. Juni erwartet.  

"Die Dimension ist epochal, Dutzende von Betroffenen sind unter denen, die vom Viadukt gefallen oder unter den Trümmern gefangen sind. Die Feuerwehr und das medizinische Personal ziehen die Verletzten heraus, einige von ihnen sind bereits in den Krankenhäusern von Genua angekommen. Wir haben die volle Unterstützung der Lombardei und des Piemont, alle Krankenhäuser sind verfügbar. Wir arbeiten, aber im Moment überschauen wir noch nicht die volle Dimension des Problems", sagte Francesco Bermano, Direktor von 118 Genua, zur Zeitung Repubblica.

GK, WKZ, Quelle Repubblika

Zurück

Letzte Änderung am Dienstag, 14 August 2018 19:41

Nachrichten-Filter