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Mittwoch, 15 August 2018 13:16

Großbritannien: Fahrpreise steigen nächstes Jahr um 3,2%

Die regulierten Bahntarife in Großbritannien werden im Januar um weitere 3,2% steigen, wie die Regierung heute (15.08.18) bestätigt hat, wobei die Kosten für einige Dauerkarten um über hundert Pfund ansteigen können. Diese Zahl liegt unter der 3,6%igen Erhöhung im Januar dieses Jahres, die der stärkste Anstieg seit fünf Jahren war, setzt aber den Trend fort, dass die Fahrpreiserhöhungen weit über den Lohnerhöhungen liegen.

Bei einem Anstieg um 3,2% steigen die Jahreskarten für Fernpendler etwa von Brighton nach London auf 4.846 GBP pro Jahr (ein Anstieg von 150 GBP), von Gloucester nach Birmingham auf 4.239 GBP (ein Anstieg von 131 GBP) und Liverpool nach Manchester auf 3.253 GBP (ein Anstieg von 101 GBP).

Paul Plummer, Geschäftsführer der Rail Delivery Group, die die Bahnbetreiber vertritt, sagte: "Die Tarife untermauern einen einmaligen Investitionsplan, um die Bahn zu verbessern, und die Politik legt fest, dass sich die Preise für Abonnements im Einklang mit den anderen täglichen Kosten ändern sollten, um diesen zu finanzieren."

Pendler und Gewerkschaftler verstärkten die Forderung nach einem Einfrieren der Fahrpreise, nachdem versprochene Verbesserungen an der Eisenbahn nicht eingetreten sind, Streiks den Verkehr unterbrachen und nach dem Fahrplanwechsel im Mai Zehntausende von Zügen, insbesondere bei der Northern und Govia Thameslink Railway, ausfielen.

Die Bestätigung des geplanten Anstiegs im Jahr 2019 kam mit der Veröffentlichung der Inflationszahlen im Juli durch das Amt für nationale Statistik. Die Anstiege der regulierten Tarife sind auf das Niveau der die Kosten für einen Korb von Waren unfassenden RPI-Inflation begrenzt (Retail Price Index) - ein Maß, das nicht üblicherweise verwendet wird und höher ist als der Verbraucherpreisindex CPI.

Die Gewerkschaft RMT protestierte am Mittwochmorgen an Bahnhöfen im ganzen Land gegen Fahrpreiserhöhungen und behauptete, die Fahrgäste zahlten "mehr für weniger", da der Stellenabbau weniger Personal in Zügen, Bahnhöfen und Fahrkartenschaltern bedeutete.

WKZ, Quelle Guardian, Sky

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