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Freitag, 17 August 2018 07:05

Italien: Fusion zwischen FS Italiane und Alitalia wieder im Rampenlicht

Nachdem die neue Regierung in Italien die Fusion Fs/Anas rückgängig machen will, kehrt die Überlegung einer Fusion zwischen der FS-Gruppe und Alitalia im Rahmen des Verfahrens zur Rettung der nationalen Fluggesellschaft wieder zurück. Wie die überregionale Tageszeitung Il Messaggero schreibt, könnte das Projekt, das wegen der Opposition des ehemaligen FS-Geschäftsführers Renato Mazzoncini für die Bahngruppe ausgeschlossen wurde, nach unbestätigten Informationen aus Quellen unter die Führung des neuen Geschäftsführers Gianfranco Battisti wieder aufgenommen werden.

Die Idee wäre, einen Maxi-Mobilitätsdienst mit der Integration von Schiene und Flugverkehr zu schaffen. Dies könnte unter Bildung eines Konsortiums aus der Vorhaben von öffentlichem Interesse fördernden Cassa Depositi e Prestiti (CDP) und der Gruppo FS mit Beteiligung eines "starken" Industriepartners erfolgen. Letzterer könnte unter den Unternehmen ausgewählt werden, die bereits Interesse an Alitalia bekundet haben, nämlich easyJet und Lufthansa.

Aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten, wie ein kürzlich zwischen Trenitalia und Emirates in Dubai unterzeichnete Abkommen zur Entwicklung einer integrierten Mobilität zeigt.

Die Operation, die im September zu Papier gebracht werden und bis Ende des Jahres abgeschlossen sein könnte, sieht vor, dass der Staat mindestens 51% oder mehr hält. Voraussetzung ist grünen Lichtes der EU, da der Überbrückungskredit in Höhe von 900 Mio. Euro bereits von Brüssel ins Visier genommen wurde. Probleme bereitet auch noch die Beziehung zum ehemaligen Partner Etihad.

"Die Fusion von Fs-Anas ist eine falsche Operation, die gestoppt werden muss", sagt der stellvertretende Premierminister Luigi Di Maio im Juli. "Die Eisenbahnen haben bereits Schwierigkeiten, die Eisenbahnen zu bauen", sagte er. Wenn sie das Straßenmanagement von Anas integrieren, "dann funktioniert nichts mehr".

Inwieweit der Einsturz der Autobahnbrücke bei Genua hier Einfluss auf solche Überlegungen bringen kann, bleibt abzuwarten.

WKZ, Quelle Il Messaggero

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Letzte Änderung am Freitag, 17 August 2018 06:30

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