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Mittwoch, 29 August 2018 07:05

Dänemark: 250 Mio. DKK für zuverlässige DSB-Oldtimer

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Bildtext: Die ersten aufgefrischten IC3-Triebwagen der DSB sind bereits wieder im Fernverkehr Einsatz. Foto DSB/Jens Hasse.

Bei den Dänischen Staatsbahnen (DSB) werden erst ab 2021 erste neue Elektroloks eintreffen, neue elektrische Triebwagen noch später. Zur Überbrückung der Zeit bis zur Lieferung elektrischer Fahrzeuge und der Elektrifizierung weiterer Hauptstrecken wollen die DSB weiter ihre teilweise schon 30 Jahre alten Dieseltriebwagen des Typs IC3 einsetzten. Es werden 250 Mio. DKK in die Lebenszeitverlängerung der noch vom Unternehmen Skandia in Randers gebauten Triebwagen investiert.

Die aufgrund der Probleme mit den als Nachfolgemodelle eingeplanten IC4-Triebwagen sehr stark beanspruchten DSB-Oldtimer werden bei den regelmäßigen Generalüberholungen nicht nur bei Antriebstechnik und Wagenkästen aufgefrischt. Die Züge erhalten auch neue Teppiche, die Sitze werden neu bezogen und die Seitenwände werden erneuert. Die DSB versprechen, dass modernes, verschleißarmes und umweltfreundliches Material verwendet wird. Alle 96 Triebwagen der Baureihe MF, die auch im Verkehr nach Hamburg eingesetzt werden, sind zur Modernisierung vorgesehen.

Auch die elektronische Fahrgastinformationstechnik wird erneuert. Die in Nordschleswig auf der Strecke nach Flensburg eingesetzten IC3-Triebwagen erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 180 Stundenkilometern. In den vergangenen Jahren hatte es vermehrt Klagen über die teilweise schäbige Inneneinrichtung der Züge gegeben.

Die DSB teilten am Montag mit, dass bis 2025 die Zentralwerkstatt der Dänischen Staatsbahnen vom Otto Busses Vej in der Kopenhagener Innenstadt nach Næstved auf Südseeland verlegt wird. Die Werkstatt soll aber noch so lange genutzt werden, wie Dieselzüge im Bereich Seeland das Geschehen bestimmen. Seit über 100 Jahren war die Zentralwerkstatt ein Rückgrat des DSB-Betriebs. Die Flächen in Kopenhagen sollen für Verkehrswege genutzt werden. Das Unternehmen erhofft sich hohe Erlöse aus dem Verkauf der bisherigen Bahnflächen.  

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