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Dienstag, 04 September 2018 07:05

Frankreich: Wie wird der Staat die Erhöhung der Mautgebühren abmildern?

Der Staat hat keinen Zauberstab zur Wiederbelebung des Schienengüterverkehrs, einschließlich des kombinierten Verkehrs Schiene-Straße. Er beabsichtigt jedoch, den derzeitigen Subventionsmechanismus für den Infrastrukturverwalter SNCF Réseau "EU-kompatibel" zu erneuern, damit die im Güterverkehr erhobenen Mautgebühren verringert werden können.

Dies zeigt ein Artikel im Entwurf des Mobilitätsorientierungsgesetzes (loi d'orientation des mobilités, LOM), wie es in diesem Sommer zur Überprüfung an den Staatsrat (Conseil d’Etat) geschickt wurde und von dem das Logistikblatt Transport Info eine Kopie erhalten hat. Artikel 25 sieht daher vor, dass "der Staat eine Regelung einführen kann, um einen Teil der Kosten für die Nutzung der Eisenbahninfrastruktur durch Güterverkehrsdienstleister zu tragen".

Ziel dieser Regelung ist es, Verkehrsträger zu begünstigen, die keine "negativeren Außenwirkungen wie der Straßengüterverkehr" aufweisen.

Im europäischen Rahmen ist SNCF Réseau verpflichtet, Mautgebühren zu erheben, die es ermöglichen, die Grenzkosten der Gleisinstandhaltung zu decken. Daraus ergibt sich der kontinuierliche Anstieg der Mautgebühren, der in den kommenden Jahren noch verstärkt werden wird und den die Akteure des Sektors mit einer Schlinge vergleichen, die sie am Ende ersticken wird.

Es bleibt abzuwarten, wie viel von der Maut vom Staat bezahlt werden wird. Nach der Verabschiedung des für 2019 vorgesehenen Gesetzes wird dieses in einem Dekret geregelt werden.

Verkehrsministerin Elizabeth Borne hatte schon im Juni angekündigt, die Mautgebühren senken zu wollen.

WKZ, Quelle Transport Info

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Letzte Änderung am Montag, 03 September 2018 16:24

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