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Montag, 10 September 2018 07:10

Griechenland: Freude in Thessaloniki, Ärger in Patra

Mit viel politischer Promoinenz führ am 08.09.2018 der ETR 485 213 km/h im Norden Griechenlands um den geplanten Schnellverkehr im Rahmen der Internationalen Messe Thessaloniki einzuläuten. Bis dahin dauert es aber noch etwas, der durchgehend elektrische Betrieb Athen - Thessaloniki ist noch nicht fertiggestellt, die signaltechnische Ausrüstung mit ETCS 1 wird erst 2019 in Betrieb genommen.

Gleichzeitig ärgert man sich im Raum Patra darüber, dass die normalspurige Anbindung von Athen her noch weiter auf sich warten lässt, ebenso die Reaktivierung der Meterspurstrecke nach Süden bis Kato Achaia. Dieses Vorhaben wird aus Regionalisierungsmitteln finanziert, offensichtlich besteht ein erheblicher Kompetenzwirrwar.

Zudem wird der Netzwerkbetreiber OSE die für die Peloponnes zuständieg Niederlassung von Patra nach Korinth verlegen, was für großen Unmut in der Region sorgt, fürchtet man um den Fortschritt dieser Vorhaben. Patra ist als drittgrößte Agglomeration Griechenlands mit einem bedeutenden Hafen und seit Jahren ohne Bahnanschluss. Die OSE hat in einer Gegendarstellung die gute Zusammenarbeit mit den Regionen betont, aber auf Mängel in den Auftragsausführungen sowie Verzögerungen bei der Installation automatischer Bahnübergangssignalisierungen hingewiesen. 

Prof. Dr. Johannes Schenkel

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