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Donnerstag, 13 September 2018 09:00

Frankreich: Autonome Züge bis 2023

Die SNCF und das technische Entwicklungsinstitut IRT Railenium haben am 12.09.18 angekündigt, mit zwei Konsortien verschiedener Technologie- und Industrieunternehmen bis 2023 zwei autonome Zugprototypen zu entwickeln. Die beiden Konsortien wurden im vergangenen Januar für einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren gegründet:

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Vorgesehene Zeitachse für die Automatisierung verschiedener Zugtypen. Grafik SNCF.

• Ein Konsortium widmet sich der Realisierung eines autonomen Güterzugprototyps. Ihm gehören Alstom, Altran, Ansaldo und Apsys an.
• Ein weiteres Konsortium wird einen autonomen TER-Prototypen herstellen. Es besteht aus Bombardier, Bosch, Spirops und Thales.

Die Konsortien, die ein breites Spektrum an Fachwissen zusammenführen (Bahnindustrie, Automobilindustrie, Luftfahrtindustrie, Systemintelligenz, technische Akteure usw.), müssen alle Schlüsselbereiche des künftigen autonomen Zuges bewältigen: Hinderniserkennung, Signalablesung, Geolokalisierung, Umwelt- und Zugüberwachung, Gefahrenmanagement, etc.

Das Gesamtbudget für diese Projektphase beträgt 57 Mio. Euro, wovon 30% von der SNCF, 30% vom Staat (via IRT Railenium) und 40% von den Partnern finanziert werden.

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Grade der Automatisierung: GOA1 = kontrollierter manueller Betrieb, GOA2 = Beschleunugung und Bremsen, GOA3 = Automatisierter Betrieb mit Personal, GOA4 = vollständig autonomer Zug. Grafik SNCF.

Ziel ist es, bis 2020 teilautonome Güterzüge und bis 2023 vollautomatische Züge zu betreiben.

Die Zugautomation soll spürbare Vorteile für Passagiere und Frachtkunden bringen:

• mehr Kapazität: mehr Züge fahren bedeutet mehr Personen und Güter transportieren zu können.
• mehr Fluidität und Regelmäßigkeit dank eines harmonisierten Verkehrs und einer optimierten Geschwindigkeit, die ein besseres Handling unvorhergesehener Ereignisse ermöglicht.
• ein ökologisches Ziel, dank einer Reduzierung des Energieverbrauchs.

Sicherheit hat für beide Konsortien absolute Priorität und muss mit der Sicherheitsbehörde EPSF und der Nationalen Agentur für Sicherheit der Informationssysteme (ANSSI) abgestimmt sein.

WKZ, Quelle SNCF

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Letzte Änderung am Donnerstag, 13 September 2018 09:07

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